Vorsicht heiß!

Erste Hilfe bei Brandverletzungen

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Kerzen gehören zum Advent, sie bergen aber auch Gefahren.

Die ersten Plätzchen sind fertig, da wird das heiße Backblech schon für die nächsten gebraucht. In der Hektik greift man schon mal mit bloßen Händen danach – und es ist passiert.

Brandverletzungen sind in der Vorweihnachtszeit häufig. Darum sollte man wissen, was im Notfall zu tun ist.

„Als Faustregel gilt: Bei Verbrennungen im Gesicht, an den Händen, Gelenken oder den Genitalien sofort unter der Rufnummer 112 den Rettungsdienst rufen“, sagt Thomas Fuchs, Ausbildungsleiter für Erste Hilfe der Johanniter in München. „Auch bei Verletzungen, die größer sind als ein Handteller, sollte man auf jeden Fall professionelle Hilfe holen.“ Denn diese führen zu einem starken Flüssigkeitsverlust, der Blutdruck fällt ab, es drohen Kreislauf- und Nierenversagen.

Steril abdecken

Weil sich Brandwunden leicht entzünden, ist es wichtig, diese steril abzudecken. In der Hausapotheke sollte daher entsprechendes Verbandsmaterial zur Hand sein. Fündig wird man auch im Auto- Verbandskasten. Auf keinen Fall sollte man Brandwunden mit Hausmitteln wie Öl oder Mehl behandeln.

Blasen nicht öffnen

Wenn man sich den Finger an einer Kerze verbrannt hat, lindert Kühlen den Schmerz. „Aber nicht mit eiskaltem Wasser“, warnt Fuchs. Etwa zwei Minuten reichen. Bei großflächigen Wunden sollte man auf Kühlen verzichten – es kann dann zu einer Unterkühlung führen. Ein sogenanntes „Nachbrennen“ gibt es nicht: Ist die Hitze weg, wird kein weiteres Gewebe geschädigt. Bei kleineren und leichten Verbrennungen, wenn die Haut also lediglich gerötet ist und schmerzt, wie bei einem Sonnenbrand, kann ein kühlendes Gel helfen. Haben sich Brandblasen gebildet, sollte man diese wegen der Infektionsgefahr auf keinen Fall öffnen.

Ein Arztbesuch ist unumgänglich, wenn der Blasengrund nicht mehr rot (Grad 2a), sondern weißlich ist. Dann liegt mindestens eine Verbrennung von Grad 2b vor, die professionell behandelt werden muss. Da es oft nicht so einfach ist, dies zu unterscheiden, überlässt man die Beurteilung im Zweifelsfall lieber einem Arzt.

Blut - Saft des Lebens

Blut
Ein Tropfen Blut besteht zu 90 Prozent aus Wasser, roten Blutkörperchen (Erythrozyten), weißen Blutkörperchen (Leukozyten) und Blutplättchen (Thrombozythen). Vier bis sechs Liter Blut pulsieren ohne Pause durch den Körper eines erwachsenen Menschen. © dpa
Blut
Der österreichische Immunologe Karl Landsteiner stellte 1901 das Blutgruppen ABO-System vor. Er konnte vier klassischen Blutgruppen A, B, AB und 0 benennen. Danach lässt sich heute genau feststellen, ob ein Blutspender wirklich zum Empfänger passt. Der Körper das Blut verträgt. © dpa
Ein Mensch mit der Blutgruppe A hat auf seinen roten Blutkörpern (Erythrozyten-Oberfläche) das Antigen A, während bei Gruppe B das entsprechend Antigen B vorhanden ist. Blutgruppe AB bedeutet beide Antigene. Menschen der Blutgruppe 0 haben weder das A- noch das B-Antigen.
Ein Mensch mit der Blutgruppe A hat auf seinen roten Blutkörpern (Erythrozyten-Oberfläche) das Antigen A, während bei Gruppe B das entsprechend Antigen B vorhanden ist. Blutgruppe AB bedeutet beide Antigene. Menschen der Blutgruppe 0 haben weder das A- noch das B-Antigen. © dpa
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Der sogenannten Rhesusfaktor bestimmt auch ein weiteres Antigen auf den roten Blutkörperchen: das Blut rhesuspositiv also mit Antigen oder rhesusnegativ ohne Antigen. © dpa
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Die Blutgruppen kommen unteschiedlich häufig in Mitteleuropa vor. Gruppe A: 44,5 Prozent, B: 10,5 Prozent. AB: 4,5 Prozent. 0: 40 Prozent. 85 Prozent der europäischen Bevölkerung sind rhesuspositiv, weshalb es einen ständigen Mangel an rhesusnegativem Spenderblut gibt. © dpa
Blut
Als Universalspender gelten Menschen mit der Blutgruppe 0. Ihr Blut kann von allen anderen Gruppen empfangen werden. © dpa
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Universalempfänger sind dem entsprechend Menschen der Gruppe AB, da ihnen zur Not auch Blut der Gruppen A, B und 0 übertragen werden kann. © dpa
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Die roten Blutkörperchen werden im roten Knochenmark gebildet. Sie leben etwa vier Monate und werden dann in der Milz abgebaut. Fließt das Blut an der Lunge vorbei, nehmen sie dort den Sauerstoff auf und bringen ihn zu allen Zellen des Körpers. Das Kohlenstoffdioxid bringen sie wieder zurück zur Lunge. © dpa
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Die weißen Blutkörperchen sind Immunzellen und die Polizei des Körpers. Sie im Knochenmark gebildet. Auch die Blutplättchen entstehen im Knochenmark. Sie sind für die Blutgerinnung verantwortlich.    © dpa
Blut
Blutspenden kann jeder gesunde Erwachsene im Alter zwischen 18 und 59 Jahren mit einem Mindestkörpergewicht von 50 Kilogramm. Da Blut nicht künstlich erzeugt werden, ist das Blutspenden wichtig. Bei einer Blutspende werden dem Körper 0,5 Liter Blut entnommen. © dpa
Blut
Blutplasma kann im Labor durch Zentrifugieren von Blut gewonnen werden. Es besteht zu 90 Prozent aus Wasser. In der leicht gelblichen Flüssigkeit sind Eiweißstoffe, Hormone, Fette, Zucker, Mineralstoffe und Vitamine gelöst. © dpa

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