Richtige Ernährung

Essen gegen Schlaganfall: Diese Lebensmittel beugen Hirnschlag vor

Frau isst eine Erdbeere
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Obst wirkt sich positiv auf das Schlaganfallrisiko aus – jedoch nicht bei jedem Hirnschlag.

Ein Schlaganfall ist die dritthäufigste Todesursache in Deutschland. Doch es gibt Veränderungen im Lebensstil, die dem Hirnschlag vorbeugen.

  • 200.000 Menschen in Deutschland erleiden laut dem Portal „Neurologen und Psychiater im Netz“ jährlich einen Schlaganfall – jeder fünfte stirbt innerhalb von vier Wochen.
  • Damit ist der Schlaganfall nach dem Herzinfarkt und Krebs die dritthäufigste Todesursache in Deutschland. Bluthochdruck, Rauchen und Diabetes* zählen zu den Schlaganfall-Risikofaktoren.
  • Woran Sie einen Schlaganfall erkennen und welche Ernährung vorbeugende Wirkung entfaltet, erfahren Sie hier.

Grund für einen Schlaganfall ist eine Durchblutungsstörung im Gehirn oder eine Blutung. Infolge kommt es zu einem Ausfall bestimmter Funktionen im Gehirn. Das Risiko eines Schlaganfalls – auch Apoplex oder Hirnschlag genannt – steigt zwar mit zunehmendem Alter, allerdings können auch jüngere Menschen erkranken. Immens wichtig: Ein Schlaganfall muss sofort ärztlich behandelt werden, da anderenfalls so viele Gehirnzellen absterben, dass der Patient bleibende Schäden wie Lähmungen davon trägt oder sogar stirbt. Anhand des FAST-Tests erkennen Sie, ob es sich um einen Schlaganfall handelt:

  • F wie Face/Gesicht: Hängt der Mundwinkel beim Lächeln herab?
  • A wie Arm: Strecken Sie beide Arme mit den Handflächen nach oben aus – sinkt ein Arm herunter?
  • S wie Sprache: Sprechen Sie einen Satz nach – klingt die Sprache verwaschen?
  • T wie Time/Zeit: Bei Problemen mit einer der oben genannten Aufgaben sollten Sie sofort die Notrufnummer 112 wählen.

Ein gesunder Lebensstil mit viel Bewegung und ausgewogener Ernährung soll sich positiv auf das Schlaganfallrisiko auswirken – doch es gibt Unterschiede je nach Art des Schlaganfalls, wie Forscher jetzt herausgefunden haben.

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Rotes Fleisch erhöht Hirninfarkt-Risiko – kein Einfluss auf Hirnblutung

Der ischämische Schlaganfall – auch Hirninfarkt – ist die häufigste Form des Schlaganfalls. Bei Patienten verengt oder verschließt sich ein hirnversorgendes Blutgefäß. Eine groß angelegte europäische Studie, an der neun Länder und rund 420.000 Menschen teilnahmen, untersuchte den Zusammenhang zwischen Essgewohnheiten und Schlaganfallrisiko. Die Forscher fanden heraus, dass der Verzehr von Vollkornprodukten, Obst, Gemüse, Nüssen und Samen, Käse und weiteren Milchprodukten das Risiko eines ischämischen Schlaganfalls senken kann. Rotes oder verarbeitetes Fleisch dagegen erhöhten das Risiko zu erkranken.

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Anders verhält es sich beim hämorrhagischer Anfall, auch Hirnblutung genannt. Hier platzt ein Blutgefäß im Hirn, was dazu führt, dass das dahinter liegende Hirngewebe nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird. Bei diesem zweiten Typ des Schlaganfalls zeigte die Ernährung mit Ballaststoffen, Obst und Gemüse keine Wirkung. „Auf das Risiko für Hirnblutungen scheinen diese Ernährungsfaktoren keinen schützenden Einfluss zu haben“, zitiert infranken.de Professor Hans-Christoph Diener, Pressesprecher der Deutschen Gesellschaft für Neurologie. Einzig der Konsum von Eiern erhöhte das Risiko eines hämorrhagischen Schlaganfalls nennenswert. Das Risiko steigt bereits bei einem Drittel Ei pro Tag. Doch laut Tammy Tong von der Universität Oxford handelt es sich zun��chst nur um einen statistischen Zusammenhang. Ursache und Wirkung lassen sich nur mit weiteren Forschungen klären, wie der Bayerische Rundfunk meldete. (jg) *Merkur.de gehört zum deutschlandweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerk.

Mehr Quellen: www.tk.de

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So erkennen Sie einen Schlaganfall

Schlaganfall Symptome
Diagnose Schlaganfall – je eher er entdeckt wird, umso besser sind die Heilungs- und Überlebenschancen für den Patienten. Es gibt vier typische Symptome, mit denen Ärzte, aber auch Angehörige prüfen können, ob jemand kurz zuvor einen Schlaganfall erlitten hat. © picture-alliance / dpa
Lächeln: Schlaganfall-Patienten können oft nicht mehr richtig lachen, der Mund wird schief.
Lächeln: Schlaganfall-Patienten können oft nicht mehr richtig lachen, der Mund wird schief. © dpa
Sprechen: Wer einen Schlaganfall erlitten hat, kann meistens keine zusammenhängenden Sätze mehr formulieren. Wer also stottert und sprachliche Probleme hat, hat möglicherweise einen Schlaganfall.
Sprechen: Wer einen Schlaganfall erlitten hat, kann meistens keine zusammenhängenden Sätze mehr formulieren. Wer also stottert und sprachliche Probleme hat, hat möglicherweise einen Schlaganfall. © dpa
Arme: „Heben Sie doch einmal beide Arme nach oben!“ Wer einen Schlaganfall erlitten hat, kann meist nicht mehr selbstständig beide Arme in die Höhe strecken.
Arme: „Heben Sie doch einmal beide Arme nach oben!“ Wer einen Schlaganfall erlitten hat, kann meist nicht mehr selbstständig beide Arme in die Höhe strecken. © picture alliance / dpa
Schlaganfall
Zunge: „Zeigen Sie mal Ihre Zunge.“ Das Herausstrecken funktioniert nicht mehr richtig, die Zunge ist gekrümmt und wandert von einer Seite zur anderen. © dpa
Schlaganfall
Risiko-Faktoren und mögliche Auslöser für einen Schlaganfall: Bluthochdruck, Herzkrankheiten besonders Vorhofflimmern, Bewegungsmangel, Diabetes, Rauchen, Übergewicht. © dpa
Schlaganfall
Faktoren, die sich naturgemäß nicht beeinflussen lassen, sind das Alter, Geschlecht (Männer sind gefährdeter) und schlicht die Veranlagung. © dpa

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