Fallen Sie nicht ins Schnitzelkoma - Tipps gegen die Mittagsmüdigkeit

Nach dem Mittagessen ist sie plötzlich da, die bleierne Müdigkeit. Das Denken fällt immer schwerer und der Kopf wird es auch. Ein klarer Fall von Schnitzelkoma - im Fachjargon postprandiale Müdigkeit genannt. Dafür gibt es verschiedene Gründe.

Der wichtigste ist die Tatsache, dass man nach dem Essen viel Energie im Magen statt im Hirn benötigt. 

Auch Kohlehydrate können müde machen

Wer nach dem Mittagessen vor lauter Müdigkeit fast in die Tastatur fällt, leidet unter dem weitverbreiteten Schnitzelkoma. Je schwerer die Mahlzeiten, desto mehr Verdauungsarbeit muss der Körper leisten. Unser Nervensystem ist dann nicht mehr auf Kampf und Flucht, sondern auf Ruhe und Rast programmiert. Das Blut wird vom Hirn in den Magen gelenkt, um von dort die Nährstoffe aus der Nahrung in die Leber zu transportieren. Diese Reaktion tritt bei allen Lebensmitteln auf, verstärkt sich jedoch bei Fleisch, Fisch, Eiern, Käse und Hülsenfrüchten. Die Folgen sind bekannt: wir werden müde, sind unkonzentriert – Schnitzelkoma.

Doch nicht nur Schwerverdauliches kann schläfrig machen. Bei Pasta, also Kohlenhydraten, steigt der Glukosespiegel im Blut. Ein Glukoseüberschuss bremst vorübergehend die Produktion des Botenstoffes Orexin, wie Englische Forscher der Universität Manchester entdeckt haben. Orexin ist ein Hormon, das den Schlaf-Wachrhythmus eines Menschen beeinflusst. Ein Mangel führt zu Müdigkeit, in diesem Falle zu einem Pasta-Koma.

Mit Spaziergang oder Sudoku aus dem Leistungstief

Ein hoher Glukosespiegel kurbelt auch die Insulin-Ausschüttung der Bauchspeicheldrüse an. Insulin sorgt dafür, dass die überschüssige Glukose aus dem Blut unverzüglich in die Körperzellen eingelagert wird. Geschieht dies zu schnell, leidet paradoxerweise das Gehirn kurzzeitig an einer Unterzuckerung. Ein weiterer Grund für das Auftreten der postprandialen Müdigkeit (lat.: post prandium = nach dem Essen) ist die Tatsache, dass sich der Körper über die Mittagszeit von Natur aus in einem Leistungstief befindet. Dagegen lässt sich leider wenig ausrichten, doch es gibt Tricks, die bleierne Müdigkeit abzuschwächen oder gar nicht erst entstehen zu lassen. Laut Experten ist ein kurzer Spaziergang an der frischen Luft oder Gehirnjogging mit Hilfe von Kreuzworträtseln und Sudoku empfehlenswert. Ein Leistungsabfall kann auch durch die bewusste Wahl des Mittagsmenus vermieden werden. Schwer verdauliche Speisen und Kohlenhydrate - vor allem Pasta und Süsses – sind zu meiden und stattdessen leichte Gerichte und kleine Portionen zu wählen.

Tipp: Warme Suppen

Im Winter raten Experten deshalb zu warmen Suppen. Sie sind gut verdaulich und wärmen von Innen.

Im Westen leiden viele Menschen unter einem schwachen Medrod (Verdauungsfeuer, das die Lebensenergie stärkt  und ein Garant für lang anhaltende Gesundheit ist). Grund dafür sind Stress, falsche Ernährung, kalte Getränke und zu leichte Kleidung, um nur einige der Ursachen zu nennen. Häufig treten in diesem Zusammenhang auch Verdauungsbeschwerden wie Völlegefühl, Flatulenz, Sodbrennen oder Magendrücken auf. Doch es leiden nicht nur der Magen und Darm. Bei einem chronisch geschwächten Medrod können Beschwerden wie ein inneres Kältegefühl, wiederkehrende Harnwegsinfekte, Schmerzen im unteren Rücken sowie eine reduzierte Libido auftreten. Häufig klagen die Betroffenen auch über kalte Hände und Füsse. Alle Symptome sind Ausdruck der so genannten „Kalte-Nieren-Krankheit“. Um sie zu behandeln, sollte der Verdauung mehr Beachtung geschenkt werden. Das Schnitzelkoma kann dabei hilfreich sein. Es ist aus Tibetischer Sicht ein klares Anzeichen für ein Verdauungsfeuer, dass zu wenig gut brennt. (humannews)

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