Fast 800 Menschen warten auf eine Organspende

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Fast 800 Menschen in Hessen warten auf eine Organspende. Darunter sind elf Kinder und Jugendliche, wie die Techniker Krankenkasse (TK) in Frankfurt mitteilte. Die Zahlen stammten von der internationalen Vermittlungsstelle für Transplantationen (Eurotransplant) und seien Ende Juni erhoben worden.

Die Zahlen stammten von der internationalen Vermittlungsstelle für Transplantationen (Eurotransplant) und seien Ende Juni erhoben worden.

Die meisten Menschen in Hessen (517) bräuchten eine neue Niere. 181 warteten auf eine Leber, 57 auf ein Herz, 42 auf eine Lunge und 23 auf eine Bauchspeicheldrüse.

Insgesamt würden in Hessen 820 Organe gebraucht, weil einige Patienten auf mehrere angewiesen seien. Bundesweit warteten laut TK Ende Juni 11 895 Menschen auf ein Spenderorgan - rund 300 mehr als Ende 2010. In Hessen ging die Zahl im gleichen Zeitraum um 22 zurück, die Gründe dafür sind aber unklar.

Die Mehrheit der Bundesbürger ist nach einer Forsa-Umfrage im Auftrag der TK für ein geändertes Transplantationsgesetz. Nur jeder Dritte habe sich bei der Befragung im Mai für die sogenannte Zustimmungslösung ausgesprochen, die derzeit gültig ist und nach der nur derjenige Organspender ist, der dies in einem Ausweis festgehalten hat. 37 Prozent plädieren dafür, dass sich jeder Bürger äußern muss, ob er im Fall des Falles seine Organe weiter geben will oder nicht. Jeder Vierte hält die Widerspruchslösung für das Beste, nach der jeder Organspender ist, der sich zu Lebzeiten nicht dagegen ausgesprochen hat. „Für die Betroffenen ist es entscheidend, dass sich jeder Mensch mit diesem Thema auseinandersetzt“, sagte die Leiterin der TK-Landesvertretung, Barbara Voß. „Ob für oder gegen eine Organspende - die eigene Entscheidung sollte auf jeden Fall mit einem Organspendeausweis dokumentiert werden.“ (dpa)

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