Fastenzeit – Gekonnt verzichten

Pünktlich wie jedes Jahr läutet der Aschermittwoch die christliche Fastenzeit ein. Ab 5. März heißt es wieder für viele Menschen, vorübergehend Verzicht zu üben. „Dabei sind die Beweggründe genauso vielfältig wie die Durchführung. Die meisten verzichten in den 40 Tagen bewusst auf bestimmte Lebensmittel wie Fleisch, Milchprodukte oder Süßigkeiten oder auf Genussmittel“, weiß Ernährungsberaterin Dr. Susanne Fink-Tornau.

Wer bis zum Ostersonntag durchhält und damit das Fastenende erreicht hat, spricht oftmals von tiefer Zufriedenheit, neuer Energie und einer schlankeren Silhouette. Mit ein paar hilfreichen Tipps geht die entbehrungsvolle Zeit schnell und gesund vorüber.

Fleisch – nein danke

Vermutlich lebt der größte Teil der Weltbevölkerung vegetarisch, in Deutschland sind es gerade mal sieben Prozent – jedoch mit steigender Tendenz. „Die Fastenwochen sind ideal, um fleischlose Ernährung auszuprobieren und festzustellen, dass vegetarische oder vegane Küche viel mehr als Tofu und Salat bereithält“, macht Dr. Fink-Tornau deutlich und betont: „Selbst wer tierischen Produkten komplett entsagt, muss deshalb nicht auf wichtige Nährstoffe verzichten. So liefern etwa Hülsenfrüchte wertvolles Eiweiß und Nüsse sorgen für ausreichende Eisenzufuhr.“

Übrigens kommen auch Liebhaber der schnellen Küche nicht zu kurz. Fertiggerichte wie Grünkernbratlinge oder Soja-Bolognese aus dem Reformhaus sorgen für leckere Mahlzeiten, die sich rasch auch nach Feierabend zubereiten lassen.

Tipp: Kochbücher speziell für Vegetarier und Veganer oder Rezepte aus dem Internet geben kreative Anregungen für den Umgang mit rein pflanzlichen Lebensmitteln. 

Zuckerberg abbauen

Durchschnittlich verzehrt jeder Mensch in Deutschland täglich 90 Gramm Süßigkeiten – in Form von Schokolade, Bonbons oder Weingummi. Zucker schüttet für eine kurze Zeit Insulin aus und steigert das Wohlbefinden. Langfristig schadet er jedoch dem Körper.

Tipp: Um der Versuchung zu widerstehen, am besten alle zuckrigen Feinde aus dem Haus verbannen. So bleibt jeder in schwachen Momenten stark.

Prost Mahlzeit

Im Schnitt konsumieren die Deutschen pro Jahr und Einwohner eine Badewanne voll alkoholischer Getränke. Ein Glas zum Essen, auf Partys oder Firmenfeiern, da kommt schnell einiges zusammen.

Übt man den freiwilligen Verzicht über 40 Tage, führen auch hier nützliche Tipps zum Erfolg: Aus den Augen, aus dem Sinn – so ein Sprichwort, was auch für Alkohol im Haushalt gilt. „Wer den Übeltäter nicht sieht, dem fällt es auch leichter, in gewohnten Situationen stark zu bleiben“, erklärt Dr. Fink-Tornau. Saftschorlen oder einfallsreiche Fruchtcocktails sorgen dabei für alkoholfreie Abwechslung.

Tipp: Steht zu Beginn der Fastenzeit eine große Feier an, empfiehlt es sich, den Einstiegstermin zu verschieben. Denn wer einmal seinen guten Vorsatz bricht, wird der Versuchung beim nächsten Mal auch nicht widerstehen können. (www.natura.de/nh)

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