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Fettleber als stille Gefahr: Alles zu Symptomen und Ursachen

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Von: Sophia Lother

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Schmerzen und krampfartige Bauchschmerzen, unabhängig vom Stuhlgang können Symptome für Darmkrebs sein. (Symbolfoto)
Schmerzen, gerade im Oberbauch, können Symptome einer Fettleber sein. (Symbolfoto) © "AndreyPopov"/Imago

Fast ein Drittel der erwachsenen Menschen in Deutschland leidet an einer Fettleber. Doch welche Symptome können das Problem ankündigen?

Kassel – Die Fettleber betrifft Millionen von Menschen allein in Deutschland. Nach einem Bericht des Klinikums Nürnberg sind bis zu 30 Prozent der deutschen Erwachsenen betroffen. Auch immer mehr Kinder bekommen die Diagnose Fettleber. Dennoch werden Lebererkrankungen in der Öffentlichkeit relativ wenig diskutiert. Alexander Dechêne, Chefarzt am Klinikum, erklärte: Sie führen „in der öffentlichen Diskussion ein Schattendasein“.

Das ist problematisch, denn eine Fettleber kann zu schwerwiegenden Erkrankungen führen, weshalb es wichtig ist, sie frühzeitig zu erkennen. Alle Symptome und Anzeichen lesen Sie hier im Überblick:

Die Fettleber als stumme Gefahr: Erkennung und Symptome auf einen Blick

Eine Fettleber wird häufig mit Alkoholkonsum in Verbindung gebracht, da dieser durchaus eine Rolle spielen kann. Wenn Alkohol zu einer starken Anhäufung von speziellen Fetten (Triglyceriden) in den Leberzellen führt, spricht man von einer alkoholischen Fettleber. Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums treten häufig keine spezifischen Symptome auf, einige Patienten klagen jedoch über Übelkeit, Erbrechen und Appetitlosigkeit. Bei einer alkoholbedingten Fettleber normalisiert sich der Fettgehalt in den Leberzellen allerdings wieder, wenn der Patient auf Alkohol verzichtet. Die nicht-alkoholische Fettleber ist daher problematischer.

Nach Angaben der Deutschen Leberstiftung kommt die nicht-alkoholische Fettleber (NAFL) deutlich häufiger vor. Die Symptome sind unspezifisch, was darauf zurückzuführen ist, dass die Leber nicht wie andere Organe über Schmerzsensoren verfügt. Nach Angaben der Stiftung und des Bundesministeriums für Gesundheit können die folgenden Anzeichen auftreten:

Gesundheit: Was macht eine Fettleber so gefährlich?

Vor allem die Folgeerkrankungen einer Fettleber sind es, die die Fettansammlungen so gefährlich machen. Bekannte Beispiele sind Zirrhose und Leberfibrose. Nun hat eine Studie von Forschern der Medizinischen Hochschule Hannover gezeigt, dass Patienten mit einer Fettleber ein höheres Risiko haben, an Leberkrebs zu erkranken. Auch für die Gesundheit des Herzens hat eine Fettleber ernste Folgen.

Fettleber: Was sind die Ursachen und Risikofaktoren?

Ein großer Risikofaktor für die Ausbildung einer Fettleber ist ein ungesunder Lebensstil. Mangelnde Bewegung und ungesunde Ernährung sind dabei ausschlaggebend. Folgende Ursachen können eine Rolle spielen:

Ursachen für eine Fettleber:
Zu wenig Bewegung
Kalorienreiche Ernährung
Starkes Übergewicht (Adipositas)
Stoffwechselstörungen (etwa Insulinresitenz)
Typ-2-Diabetes
Metabolisches Syndrom
Quelle: Bundesgesundheitsministerium

Die Fettleber als stille Gefahr: Welche Rolle spielt die Ernährung?

„Es gibt keine pharmakologische Therapie zur Behandlung bei NAFL. Der Grundbaustein der Therapie liegt in der Lebensstiländerung“, erklärt das Bundeszentrum für Ernährung (bzfe). Nach Angaben der Bundeszentrale hat bereits ein 45-minütiger Spaziergang drei- bis fünfmal pro Woche eine sehr positive Wirkung auf den Stoffwechsel. Auch die Ernährung spielt eine wichtige Rolle.

Fettleber: Welche Rolle spielt die Ernährung?

Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Reduzierung der täglichen Kalorienzufuhr und auf einer ausgewogenen Ernährung. Kohlenhydrate sollten dabei deutlich reduziert werden. Dies ist besonders wichtig, weil vor allem die Kohlenhydrate Fruktose, Glukose und Saccharose mit der Entwicklung einer nichtalkoholischen Fettleber in Verbindung gebracht werden. Außerdem sollen laut bfze komplexe Kohlenhydrate bevorzugt werden, wie:

Doch trotz gesunder Ernährung kann es bei einigen Menschen dennoch zu einer Fettansammlung in den Zellen kommen. Dahinter steckt eine genetische Mutation, die eine Veranlagung für eine Fettleber darstellen kann, verrät eine Studie des Max-Planck-Instituts. (Sophia Lother)

Hinweis der Redaktion: Die in diesem Artikel genannten Informationen ersetzen nicht den Gang zu einem Arzt oder einer Ärztin. Nur Fachleute können die richtige Diagnose erstellen und eine geeignete Therapie einleiten. Die Einnahme von Medikamenten oder auch Nahrungsergänzungsmitteln sollte vorher mit einem Arzt oder einer Ärztin abgesprochen werden.

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