Fettleibigkeit: Geburtsgewicht programmiert Essverhalten

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Menschen, die mit Untergewicht zur Welt kommen, neigen später zu Fettleibigkeit: Sie entwickeln weniger Neuronen, die die Nahrungsaufnahme kontrollieren.

Babys mit geringem Geburtsgewicht besitzen weniger Nervenzellen in Gehirnarealen, die für die Kontrolle des Essverhaltens zuständig sind. Daher sind sie den Rest ihres Lebens darauf programmiert, mehr zu essen als normalgewichtige Neugeborene. Vermutlich wird der Hang zur übermäßigen Nahrungsaufnahme bereits auf Stammzell-Ebene des Kindes festgelegt, wenn die Mutter in der Schwangerschaft zu wenig Nährstoffe aufnimmt. Das haben Wissenschaftler der University of California (UCLA) in Los Angeles entdeckt.

Wie sie in der Zeitschrift "Brain Research" berichten, haben sie an Ratten gezeigt, dass Neugeborene mit einem niedrigen Gewicht weniger und weniger gut entwickelte neurale Stammzellen in dem Bereich des Gehirns haben, der verantwortlich für die Ernährungskontrolle ist.

Frühere Studien hätten bereits einen Zusammenhang zwischen einem niedrigen Geburtsgewicht, einem "Aufhol-Wachstum" und einer höheren Wahrscheinlichkeit für Fettleibigkeit im Erwachsenenalter gezeigt. "Unsere Studie zeigt die Bedeutung der Ernährung und der Gesundheit der Mutter für den Kampf gegen die Fettleibigkeit", sagt Mina Desai von der UCLA.

Die Entdeckung der Veränderungen im Gehirn lege auch nahe, dass eine Unterernährung des Fötus möglicherweise zu Verhaltensänderungen oder Änderungen der geistigen Fähigkeiten führen könne. (dapd)

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