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Medikamente ausverkauft: Was tun, wenn das Kind Fieber hat?

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Von: Sophia Lother

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Was hilft, wenn das Kind fiebert? (Symbolfoto)
Was hilft, wenn das Kind fiebert? (Symbolfoto) © Addictive Stock/Imago

Fieber kann gerade bei kleinen Kindern gefährlich sein. Was Sie tun können, um Ihrem Kind zu helfen und wann Sie sich medizinische Hilfe suchen sollten.

Frankfurt – „Das haben wir leider nicht vorrätig“, diese Antwort bekommen aktuell viele Kundinnen und Kunden in Apotheken. Der Grund: Eine Vielzahl von Medikamenten ist aktuell knapp. Besonders brenzlig ist die Lage vielerorts bei Fieber-Arznei für Kinder und das bereits seit Monaten.

Doch was tun, wenn die Temperatur beim Kind in die Höhe schießt und keine Medikamente zur Hand sind? Ein Überblick:

Fieber-Medikamente für Kinder knapp: Ab wann hat das Kind Fieber?

Je nach Alter des Kindes spricht man bei unterschiedlichen Körpertemperaturen von Fieber. Was bei Babys schon für Alarmstimmung sorgt, ist bei älteren Kindern weniger brenzlig. So erklärt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) auf der Webseite kindergesundheit-info.de: „Wichtig für Eltern von Neugeborenen und sehr jungen Säuglingen ist es zu wissen, dass die Fähigkeit, mit Fieber zu reagieren, eventuell noch nicht voll ausgeprägt ist. Daher kann bei Messung ‚normaler‘ oder nur ‚leicht erhöhter‘ Temperaturen dennoch eine schwere Infektion vorliegen. Deshalb wird bei Säuglingen in den ersten Lebenswochen schon ab 38° Celsius von Fieber gesprochen.“ Generell wird zwischen folgenden Temperaturen unterschieden:

Temperatur des KindesBedeutung
36,5 bis 37,5 Grad CelsiusNormale Körpertemperatur eines gesunden Kindes
37,6 bis 38,4 Grad CelsiusErhöhte Temperatur
Ab 38,5 Grad CelsiusFieber (in den ersten Lebenswochen schon ab 38 Grad)
Ab 39 Grad CelsiusHohes Fieber
Quelle: kindergesundheit-info.de

Fieber-Saft und andere Medikamente als Mangelware: Was Eltern für ihre Kinder tun können

Gemessen werden sollte das Fieber beim Kind am besten rektal, damit ermöglichen Sie eine besonders genaue Messung und können ihre Handlungen dementsprechend anpassen. Bei fiebernden Kindern ist nicht immer gleich auch ein senkendes Arzneimittel nötig, so die BZgA.

Anfangs werden folgende Punkte empfohlen, mit denen Eltern ihren Kindern helfen können, erklärt die Bundeszentrale:

Welche Hausmittel helfen bei einem fiebernden Kind?

Nur wenn das Kind wirklich geschwächt wirkt und unter dem Fieber leidet – und möglichst erst ab einer Temperatur von über 39 Grad Celsius – sollte zu fiebersenkenden Mitteln gegriffen werden, so die Bundeszentrale. Neben viel Trinken helfen demnach aber auch Hausmittel wie Wickel.

Diese sollten jedoch nicht zu kalt sein. Lauwarme Wadenwickel beispielsweise werden bei Fieber empfohlen. Diese bestehen aus drei Lagen: einem feuchten Tuch, einem trockenen Tuch und darüber einem Wolltuch. Diese Wickel können bei kleinen Kindern etwa zehn und bei älteren bis zu 30 Minuten aufliegen, bis sie körperwarm sind, empfiehlt die BZgA. Wichtig ist hierbei, die Wickel nur an Stellen anzuwenden, die warm sind. Leidet das Kind unter Schüttelfrost oder sind die Beine kalt, werden Wadenwickel nicht empfohlen.

Auch lauwarme Bäder können Abhilfe schaffen. Laut der Webseite gesundheitsinformation.de, herausgegeben vom Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gibt es noch weitere Möglichkeiten. Beispielsweise können kalte Getränke oder leichte Kleidung und Bettdecken auch für Kühlung sorgen, ebenso wie regelmäßiges Lüften.

Kind hat Fieber: Wann Sie zum Arzt gehen sollten

Aber wann sollte der Arzt oder die Ärztin aufgesucht werden? Gesundheitsinformation.de erklärt, dass ärztlicher Rat dann notwendig ist, wenn das Fieber sehr hoch ist, länger anhält (Kinder bis zwei Jahre ein Tag, ab zwei Jahren drei Tage), fiebersenkende Medikamente nichts bringen, das Fieber schubweise auftritt oder zu einem Fieberkrampf führt. Schnelle ärztliche Hilfe ist demnach dann notwendig, wenn zusätzlich zum Fieber folgende Symptome auftreten:

Hinweis der Redaktion: Die in diesem Artikel genannten Informationen ersetzen nicht den Gang zu einem Arzt oder einer Ärztin. Nur Fachleute können die richtige Diagnose erstellen und eine geeignete Therapie einleiten. Die Einnahme von Medikamenten oder auch Nahrungsergänzungsmitteln sollte vorher mit einem Arzt oder einer Ärztin abgesprochen werden. (slo)

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