Fleisch und Alkohol können Gichterkrankung begünstigen

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In Fleisch sind Nukleinsäuren enthalten, die eine Gichterkrankung begünstigen. Betroffene sollten nur wenig davon verzehren. Foto: Andrea Warnecke

Gicht verursacht bei vielen Betroffenen, starke Schmerzen in den Gelenken. Durch eine falsche Ernährung kann die Erkrankung sogar verstärkt werden. Auf Fleisch und Alkohol verzichten Menschen mit dieser Stoffwechselschwäche besser.

Berlin (dpa/tmn) - Wer viel Fleisch, Fisch und Meeresfrüchte isst, erkrankt möglicherweise eher an Gicht. Alle Faktoren, die zu einem erhöhten Harnsäurespiegel beitragen, können die Krankheit begünstigen.

Harnsäure ist ein Abbauprodukt der sogenannten Purine, einem Bestandteil wichtiger Grundstoffe des Körpers, der Nukleinsäuren. Diese sind in höheren Mengen in Fleisch, Fisch und Meeresfrüchte enthalten. Darauf weist das Institut für Wirtschaftlichkeit und Qualität im Gesundheitswesen (IQWiG) hin.

Zwar werden Purine überwiegend im Körper gebildet. Werden aber tierische Lebensmittel in größeren Mengen gegessen, vergrößere sich leicht das Risiko, an Gicht zu erkranken, heißt es.

Weitere nachgewiesene Risikofaktoren seien Medikamente, die den Harnspiegel erhöhen - etwa entwässernde Mittel oder Acetylsalicylsäure (ASS) - sowie manche alkoholischen oder zuckerhaltigen Getränke. "In Studien hat sich gezeigt, dass Bier und hochprozentiger Alkohol Gicht begünstigen können", erläutert das IQWiG. Wein, in Maßen konsumiert, habe anscheinend keinen Einfluss.

Nach Schätzungen erkranke etwa ein Drittel aller Menschen mit einem erhöhten Harnsäurespiegel an Gicht.

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