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Krebsrisiko reduzieren: Welche Sportart enorm helfen kann

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Von: Vivian Werg

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Bewegung hält fit und gesund. Durch zahlreiche Studien ist wissenschaftlich erwiesen, dass körperliche Aktivität hilft, Krankheiten zu verhindern. Auch das Risiko für einige Krebsarten ist bei körperlich aktiven Menschen reduziert.
Regelmäßiges, moderates Ausdauertraining wie Walken, Spazierengehen, Radfahren oder Joggen fördert die Gesundheit (Symbolbild) © Henning Kaiser/ dpa

Sport und Bewegung sind wichtig zur Vorbeugung von Krebs. Eine neue Studie zeigt, wie eine bestimmte Sportart das Krebsrisiko nun deutlich senken kann.

Kassel – Bewegung hilft, gesund und fit zu bleiben. Zahlreiche Studien haben wissenschaftlich bewiesen, dass Bewegung Krankheiten vorbeugen kann. Einer amerikanischen Studie zufolge kann Sport auch das Leben verlängern. Körperlich aktive Menschen haben zudem ein geringeres Risiko für bestimmte Krebsarten.

Wie die Deutsche Krebsgesellschaft informiert, können sechs Prozent der Krebserkrankungen durch angemessene körperliche Aktivität verhindert werden. Sport und Bewegung können vor allem vor den folgenden Krebsarten schützen:

Langes Sitzen könne das Risiko für einige Krebsarten erhöhen, unabhängig vom Aktivitätsniveau. Fachleuten zufolge sind etwa neun Prozent der Brustkrebs- und zehn Prozent der Darmkrebserkrankungen in Europa auf Bewegungsmangel zurückzuführen.

Regelmäßiges, moderates Ausdauertraining wie Walken, Spazierengehen, Radfahren und Joggen gilt als eine der effektivsten Methoden, die Gesundheit zu fördern, das körperliche Wohlbefinden zu erhalten, Stress abzubauen und chronischen Krankheiten vorzubeugen. Nach Angaben der Deutschen Krebsgesellschaft wirkt sich Ausdauersport besonders positiv auf Organe sowie Hormon-, Nerven- und Herz-Kreislauf-System aus. Dieser beugt nicht nur Fettleibigkeit, Diabetes, Muskel- und Knochenschwund vor, sondern hat auch geistige Vorteile. Sport habe zudem nachweislich einen positives Einfluss bei Depressionen.

Nun haben Forschende auch herausgefunden, dass Ausdauertraining das Krebsrisiko und das Fortschreiten bestehender Krankheiten deutlich verringern kann.

Krebsrisiko senken: Ausdauersport hat positiven Effekt auf Krebsvorbeugung

Wie Forscherinnen und Forscher in einer zweiteiligen Studie gezeigt haben, wirkt sich Ausdauersport positiv auf das Krebsrisiko aus, insbesondere auf die Ausbreitung von Metastasen. Dies ist die weltweit erste Studie, die die Auswirkung von sportlicher Betätigung auf die inneren Organe untersucht hat. Das liegt daran, dass gerade hier die Metastasierung stattfindet. Die Krebszellen breiten sich von ihrem Ursprungsort im Körper aus und befallen Organe wie Lunge, Leber und Lymphknoten. Für diese Studie führten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Tel Aviv Versuche an Mäusen durch.

Im zweiten Teil der Studie wurden Daten von 3000 Personen analysiert, die über einen Zeitraum von mehr als 20 Jahren beobachtet wurden. Diese Auswertung ergab, dass körperliche Aktivität einen geringen Einfluss auf die Entwicklung von Krebserkrankungen im Frühstadium hat. Es wurde jedoch festgestellt, dass die Wahrscheinlichkeit, an fortgeschrittenem Krebs mit sich weiter entwickelnden Metastasen zu erkranken, bei körperlich aktiven Personen deutlich geringer war. Die Ergebnisse dieser Studie wurden in der Zeitschrift Cancer Research veröffentlicht.

Neue Studie: Ausdauersport entzieht dem Krebs die Energiequellen

Den Forschenden zufolge erhöhen Ausdauer-Aktivitäten wie zügiges Gehen, Laufen, Schwimmen und Radfahren den Glukoseverbrauch in den inneren Organen. Laut Kermit Levy, dem Leiter der Studie, wird dadurch die für das Tumorwachstum erforderliche Energie reduziert. Es wird angenommen, dass die Organe, die bei körperlicher Arbeit große Mengen an Glukose verbrauchen, mit den Muskeln um die Zucker-Ressourcen konkurrieren. Das liegt daran, dass Krebszellen Energie aus Glukose beziehen müssen, um zu wachsen und Metastasen zu bilden, so Levy weiter.

Nach Angaben des Krebsinformationsdienstes des Deutschen Krebsforschungszentrums waren im Jahr 2018 etwa sechs von 100 Krebsneuerkrankungen in Deutschland im Alter zwischen 35 und 84 Jahren auf mangelnde körperliche Aktivität zurückzuführen. Sport und Bewegung sowie eine gesunde Lebensweise sind demnach wichtig für die Krebsprävention. (Vivian Werg)

Hinweis der Redaktion

Die in diesem Artikel genannten Informationen ersetzen nicht den Gang zu einem Arzt oder einer Ärztin. Nur Fachleute können die richtige Diagnose erstellen und eine geeignete Therapie einleiten. Die Einnahme von Medikamenten oder auch Nahrungsergänzungsmitteln sollte vorher mit einem Arzt oder einer Ärztin abgesprochen werden.

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