Horrorvorstellung

Nach OP: Frau kann nur noch dieses eine Wort sprechen

Bei Caroline Sutton wurde Anfang des Jahres ein Gehirnaneurysma festgestellt. Sie musste operiert werden - mit verheerenden Folgen.

Eigentlich sollte es sich um eine Routine-Maßnahme handeln. Doch am Ende geriet es zu einem Drama, an dem die Familie Sutton noch Jahre zu knabbern haben wird. Der Grund für das viele Leid: Bei Caroline Sutton wurde Anfang 2018 ein Aneurysma im Gehirn diagnostiziert.

Frau wird wegen Hirnaneurysma operiert - und kann kaum mehr sprechen

Im Februar folgte die OP, in der dieses entfernt werden sollte. Doch währenddessen kam es zu Komplikationen, es hatte sich ein Blutgerinnsel gebildet. Der Gesundheitszustand der Britin verschlechterte sich zunehmend, sodass die Chirurgen ihr Teile des Gehirns entnehmen mussten. Um ihr Leben zu retten, versetzten sie die Mutter zweier Söhne ins künstliche Koma.

Auch tragisch: Ärzte entdecken das im Kopf eines Mannes - und trauen ihren Augen kaum.

Wochenlang harrte sie dort aus, kämpfte gegen einige Lungenentzündungen. Wie durch ein Wunder soll sie laut dem britischen Mirror wieder erwacht sein - doch die 38-Jährige sei nicht mehr dieselbe wie früher. So kann sie nur noch ein Wort sprechen, das dafür immer wieder: die Zahl "Vier".

Genesung läuft schleppend - Familie ist verzweifelt

Zudem ist sie jetzt in Reha, kommuniziert über Gesten oder Bilder. Dennoch geht ihr Genesungsprozess nur schleppend voran. "Es gibt keine Garantien für ihre Genesung. Uns wurde gesagt, da Caroline jung ist, sieht es positiv aus. Doch niemand hat eine Kristallkugel", meint ihr Mann gegenüber der Tageszeitung traurig.

Bis zu zwei Jahre könne es dauern, bis es ihr wieder besser gehe, fügt er hinzu. Doch aufgeben ist keine Option - deshalb haben Suttons Angehörige nun eine Spendenseite für sie eingerichtet, um das nötige Geld für ihre Behandlung zusammenzukriegen.

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jp

So erkennen Sie einen Schlaganfall

Schlaganfall Symptome
Diagnose Schlaganfall – je eher er entdeckt wird, umso besser sind die Heilungs- und Überlebenschancen für den Patienten. Es gibt vier typische Symptome, mit denen Ärzte, aber auch Angehörige prüfen können, ob jemand kurz zuvor einen Schlaganfall erlitten hat. © picture-alliance / dpa
Lächeln: Schlaganfall-Patienten können oft nicht mehr richtig lachen, der Mund wird schief.
Lächeln: Schlaganfall-Patienten können oft nicht mehr richtig lachen, der Mund wird schief. © dpa
Sprechen: Wer einen Schlaganfall erlitten hat, kann meistens keine zusammenhängenden Sätze mehr formulieren. Wer also stottert und sprachliche Probleme hat, hat möglicherweise einen Schlaganfall.
Sprechen: Wer einen Schlaganfall erlitten hat, kann meistens keine zusammenhängenden Sätze mehr formulieren. Wer also stottert und sprachliche Probleme hat, hat möglicherweise einen Schlaganfall. © dpa
Arme: „Heben Sie doch einmal beide Arme nach oben!“ Wer einen Schlaganfall erlitten hat, kann meist nicht mehr selbstständig beide Arme in die Höhe strecken.
Arme: „Heben Sie doch einmal beide Arme nach oben!“ Wer einen Schlaganfall erlitten hat, kann meist nicht mehr selbstständig beide Arme in die Höhe strecken. © picture alliance / dpa
Schlaganfall
Zunge: „Zeigen Sie mal Ihre Zunge.“ Das Herausstrecken funktioniert nicht mehr richtig, die Zunge ist gekrümmt und wandert von einer Seite zur anderen. © dpa
Schlaganfall
Risiko-Faktoren und mögliche Auslöser für einen Schlaganfall: Bluthochdruck, Herzkrankheiten besonders Vorhofflimmern, Bewegungsmangel, Diabetes, Rauchen, Übergewicht. © dpa
Schlaganfall
Faktoren, die sich naturgemäß nicht beeinflussen lassen, sind das Alter, Geschlecht (Männer sind gefährdeter) und schlicht die Veranlagung. © dpa

Rubriklistenbild: © Facebook / Caroline Sutton (Screenshot)

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