Freitag, der 13.: Krankhafte Angst ist Mythos

Die sogenannte Paraskavedekatriaphobie - also die krankhafte Angst vor Freitag, dem 13. - ist nach Einschätzung des Psychologen Peter Beckwermert ein Mythos. "Ein Freitag, der 13., ist dermaßen selten, dass niemand wirklich darunter leidet oder sich gar in Therapie deswegen begibt", sagte Beckwermert.

Menschen, die glaubten, dass die Wahrscheinlichkeit für einen Unfall oder Ähnliches an diesem Tag besonders groß ist, seien abergläubisch und keine Phobiker.

Was es durchaus gebe, sei die Angst vor allem, was mit der Zahl 13 zu tun habe. Ein prominentes Beispiel dafür sei der österreichische Komponist Arnold Schönberg (1874-1951) gewesen.

Abergläubische gehen nicht in Therapie Anders als Menschen, die beispielsweise Angst davor hätten, mit einem Fahrstuhl zu fahren, suchten sich Abergläubische eigentlich nie Hilfe bei einem Psychologen. "Im Gegensatz zum Phobiker, der weiß, dass seine Angst irrational ist, ist der Abergläubische ja der Ansicht, dass seine Angst begründet ist", sagte Beckwermert.

Aberglaube sei ein uraltes Erbe der Menschheit, sagte der Psychologe weiter. Wie auch der Glaube an die Magie sei er früher oft hilfreich bei der Erklärung etwa von Wetterphänomenen gewesen - und für diejenigen, die vermeintlich mit den geheimen Kräften im Bunde standen, ein Machtfaktor. Durch den wissenschaftlichen Fortschritt sei Aberglauben seltener geworden. Vollständig verschwinden werde er aber wohl nie. (dapd)

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