Wer früher zu Bett geht, ist ausgeschlafener und glücklicher in seiner Beziehung

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Morgens früh raus und abends spät hinein - viele Deutsche verbringen zu wenig Zeit im Bett. Jeder Zehnte will dies, so eine Umfrage, jedoch ändern.

Der Entschluss, künftig früher schlafen zu gehen, ist in zweierlei Hinsicht klug: Zum einen, weil es kein besseres Lebenselixier gibt als Schlaf. Zum anderen, weil entspanntes Kuscheln auch die Nähe zum Partner fördern kann.

Menschen, die nach einem stressigen Tag erst in die Kissen sinken, wenn sie völlig erschöpft sind, haben oft Probleme, abzuschalten und einen ruhigen Schlaf zu finden. Der Gedanke an Sex oder Zärtlichkeiten kommt ihnen dann schon gar nicht mehr in den Sinn.

Gedankenaustausch schafft Vertrauen

Unter einer dauerhaften Anspannung und sexuellem Desinteresse leidet das Gefühlsleben. Betroffene stumpfen ab und reagieren immer öfter emotionslos. Das kann auf Dauer die Beziehung gefährden. Wer jedoch mit dem Partner abends über Erlebnisse oder Gefühle spricht, kann leichter entspannen und die Geschehnisse des Tages hinter sich lassen.

Zudem schafft der Gedankenaustausch eine vertrauensvolle Atmosphäre und bringt die Partner wieder einander näher. Möglichkeiten zum Kuscheln oder zum Entdecken neuer Lust ergeben sich dabei fast von allein.

Natürlicher Ausstieg aus dem Stresskarussell

Allerdings lässt sich die Entscheidung, früher zur Ruhe zu kommen und damit auch mehr Raum für entspannte Intimität zu schaffen, nicht immer so leicht umsetzen. Ein entspannter Lebensstil mit moderater Bewegung und ausgewogener Ernährung erleichtert das Entspannen zusätzlich.

Im Rausch der Hormone

Liebe, Lust und Leidenschaft sind ein Jungbrunnen für Körper und Seele. Grund dafür sind biochemische Prozesse im Körper. Ab der ersten Streicheleinheit werden im Gehirn verstärkt Sexualhormone produziert. So wird schon beim Schmusen das beruhigende "Kuschelhormon" Oxytocin ausgeschüttet.

Beim Sex wird der Körper dann von einem Hormoncocktail überflutet: Dopamin sorgt für Ausgeglichenheit, Endorphine machen glücklich, Adrenalin schärft die Sinne, Serotonin versetzt in einen Zustand der Glückseligkeit und Prolaktin baut körperliche und seelische Anspannungen ab. (djd/pt)

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