Gepflegte Füße: Im Winter zweimal täglich cremen

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Im Winter trocknet die Haut schnell aus. Auch die Hornhaut an den Füßen verliert an Geschmeidigkeit, kann platzen und rissig werden.

"Schrunden, sogenannte Rhagaden, können nicht nur die unbelebte Hornschicht betreffen - die spaltenförmigen Einrisse können bis in tiefere Hautschichten reichen", sagt Anne Hundgeburth, Hautärztin in Köln. Das könne zu erheblichen Schmerzen führen und Infektionen der geschädigten Haut nach sich ziehen.

Um rissiger Haut vorzubeugen empfiehlt die Dermatologin eine Extraportion Pflege: "Zur Reinigung milde, rückfettende Produkte verwenden und die Füße zweimal täglich großzügig eincremen - am besten mit Produkten, die Feuchthaltefaktoren wie Harnstoff, Ammoniumlactat oder Glycerin enthalten", lautet ihr Tipp. Ein Fruchtsäurepeeling könne überschüssige Hornzellen auf der Haut lockern, den Hautstoffwechsel ankurbeln und die Feuchtigkeitsspeicherung verbessern.

Sind schon erste Risse in der Haut zu sehen, rät Hundgeburth zu einer dermatologischen Fußtherapie. "Wer selbst versucht, stark verdickte und rissige Hornhaut zu entfernen, riskiert Verletzungen und Infektionen", warnt die Expertin. In der Hautarztpraxis oder im Rahmen einer medizinischen Fußpflege könne übermäßig verdickte Hornhaut fachgerecht abgetragen werden.

"Hat sich rissige Haut entzündet, kommt es also zu brennenden Rötungen oder schmerzhaften Schwellungen, sollte man unbedingt einen Hautarzt aufsuchen", sagt Hundgeburth. Denn bakterielle Infektionen wie Furunkel oder Wundrose sollten schnellstmöglich mit einem Antibiotikum behandelt werden. Auch andere mögliche Ursachen wie Fußpilz oder orthopädische Probleme müssten behandelt werden, damit es nicht immer wieder zu schmerzhaften Rhagaden komme. (dapd)

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