Mögliche Nebenwirkung

Gesichtslähmung nach Corona-Impfung: So wenige Fälle wurden bisher gemeldet – Virusinfektion als häufigster Auslöser

Eine Frau wartet auf ihre Schutzimpfung gegen Covid-19 im Impfzentrum Eberswalde. Eine Impfung kann in sehr seltenen Fällen Taubheitsgefühle im Gesicht zur Folge haben.
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Eine Frau wartet auf ihre Schutzimpfung gegen Covid-19 im Impfzentrum Eberswalde. Eine Impfung kann in sehr seltenen Fällen Taubheitsgefühle im Gesicht zur Folge haben.

Jede Impfung kann mit unerwünschten Nebenwirkungen einhergehen – auch die Covid-Immunisierung. Erfahren Sie hier, wie oft es bisher zu Lähmungserscheinungen kam.

Bei einer Fazialisparese handelt es sich um eine Gesichtslähmung, die meist nicht lange andauert. So informiert die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN), dass sie sich in 95 Prozent der Fälle innerhalb eines Monats von selbst wieder zurückbildet. Die Gabe von Kortikosteroiden beschleunigt den Genesungsprozess, so die DGN. Fazialisparesen werden häufig mit Viruserkrankungen – etwa Grippe oder Gürtelrose – in Verbindung gebracht, heißt es weiter. Doch auch Impfungen könnten die Entwicklung von Fazialisparesen triggern. Auch nach Corona-Impfungen kam es zu derartigen Fällen, allerdings handelt es sich um eine seltene Komplikation.

Im Corona-Sicherheitsbericht des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI)* als Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel geht hervor, wie häufig es zu Berichten über Gesichtslähmungen nach einer Corona-Impfung gekommen ist. Berücksichtigt sind die Informationen, die bis 30.3.2021 ans PEI übermittelt wurden.

Gesichtslähmungen nach Corona-Impfung: Meldungen je nach Impfstoff

  • Impstoff Comirnaty von Biontech/Pfizer: 30 Tage nach Impfung kam es dem PEI zufolge zu 72 Berichten über Symptome einer Fazialisparese.
  • Moderna-Impfstoff: Bei dem Präparat von Moderna wurden 30 Tage nach Impfung drei Fälle von Gesichtslähmungs-Symptomen gemeldet.
  • Vaxzevria von Astrazeneca: 30 Tage nach Impfung waren es 24 Menschen, die an sich Symptome einer Fazialisparese bemerkt hatten.

Setzt man diese Zahlen ins Verhältnis, handelt es sich bei der Gesichtslähmung um eine sehr seltene Komplikation nach Corona-Impfungen. So wurden seit Beginn der Corona-Impfkampagne Ende Dezember 2020 bis zum 29. April 2021 28.774.580 Impfungen durchgeführt, wie aus dem PEI-Sicherheitsbericht hervorgeht. Davon 21.329.667 Impfungen mit dem Biontech-Impfstoff, 1.667.261 Impfungen mit dem Moderna-Vakzin und 5.775.546 Impfungen mit Vaxzevria von Astrazeneca.

Mehr Quellen: https://dgn.org/presse/pressemitteilungen/; https://www.hno-aerzte-im-netz.de/krankheiten/gesichtslaehmung/

Weiterlesen: Nebenwirkungen nach der Corona-Impfung: So viele Tage sollten Sie genau auf körperliche Reaktionen achten*.

(jg) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Diese Viren und Bakterien machen uns krank

Eine mit Coronaviren befallene Zelle
Ende 2019 wurde zum ersten Mal über das Coronavirus Sars-CoV-2 berichtet. Zuerst nur in China diagnostiziert, breitete sich die durch Coronaviren ausgelöste Krankheit Covid-19 weltweit aus. Die Pandemie hat im Jahr 2020 weltweit etwa 1.900.000 Todesopfer gefordert. Auf der Darstellung oben ist eine menschliche Zelle (grün) zu sehen, die mit Coronaviren (gelb) infiziert ist.  © Niaid/dpa
HIV-Virus: Das Virus löst die Immunschwäche Aids aus. Rund 20 Jahre nach seiner Entdeckung ist Aids die verheerendste Infektionskrankheit, die die Menschheit seit der Pest im 14. Jahrhundert herausgefordert hat.
HIV-Virus: Das Virus löst die Immunschwäche Aids aus. Rund 20 Jahre nach seiner Entdeckung ist Aids die verheerendste Infektionskrankheit, die die Menschheit seit der Pest im 14. Jahrhundert herausgefordert hat. © dpa/dpaweb-mm
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Pest Erreger Yersinia pestis: Die Infektionserkrankung wird erstmals im 6. Jahrhundert im Mittelmeerraum nachgewiesen. 1894 wird das Bakterium entdeckt. Heutzutage sind bei früher Diagnose die Heilungschancen durch Antibiotika hoch. © dpa
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Ebola Virus: Das Virus verursacht mit inneren Blutungen einhergehendes Fieber. In bis zu 90 Prozent der Fälle verläuft die Krankheit tödlich. Wissenschaftler arbeiten mit Hochdruck an einem Impfstoff. © dpa
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Grippe Virus: Antigene (gelbe und blaue Antennen) sitzen auf einer doppelten Fettschicht, die sich um die Erbsubstanz im Inneren schließt. Mit der Vermischung verschiedener Virentypen entstehen neue Erbsubstanzen und damit auch Antigene. © dpa/dpaweb
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Herpes Virus: Herpes simplex-Viren sind weltweit verbreitet. Nach einer Erstinfektion verbleibt das Virus in einem Ruhezustand lebenslang im Organismus. © dpa
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Rhinovirus Human rhinovirus 16 (HRV16): Schnupfen verbreitet sich weltweit durch Rhinoviren. © picture alliance / Science Photo
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Schweinegrippe Virus 1976: Die klassische Schweinegrippe ist ein Influenza-A-Virus vom Subtyp H1N1, der 1930 erstmals isoliert wurde. Daneben sind auch die drei Subtypen H1N2, H3N2 und H3N1 von Bedeutung. © dpa
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Schweinegrippe Virus unter einem Transmissionselektronenmikroskop: 2009 brach die Schweinegrippe in Mexiko aus. Dabei handelt es sich um ein mutiertes Schweinegrippevirus vom Subtyp H1N1, das anders als gewöhnlich auch von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. © dpa
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Spanische Grippe Virus: Die Spanische Grippe (1918) gilt als die schlimmste Grippe-Pandemie aller Zeiten. Bei der Spanischen Grippe handelt es sich um den Virenstrang H1N1, der besonders junge Menschen dahin raffte. Experten schätzen die Zahl der Opfer auf 40 bis 50 Millionen. © dpa
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Tuberkulosebakterium Mycobacterium tuberculosis: Die auch als Schwindsucht bekannte Krankheit ist, obwohl sie heutzutage als heilbar gilt, eine der gefährlichsten Infektionskrankheiten der Welt. © dpa
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Vogelgrippe Influenza-A: Schema des Influenza-A-Virus (Computer-Darstellung von Januar 2006). Der aggressive Vogelgrippe-Virus des Subtyps H5N1 gehört zur Gruppe der Influenza-A-Viren, ebenso wie die zahlreichen menschlichen Grippeviren. Das Virus ist kugelrund, sein Durchmesser beträgt nur 0,1 tausendstel Millimeter. In seinem Inneren ist lediglich Platz für ein paar Proteine und die Erbsubstanz. © dpa

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