Darum ist Yoga besonders

Gesund durch Yoga: So hilft euch regelmäßiges Training 

A Chinese enthusiast performs yoga on the edge of a cliff on Wanan Mountain in Luoyang city, central China&#39s Henan province, 27 March 2017. Enthusiasts performed yoga on the edge of a cliff on Wanan Mountain in Luoyang city, central China&#39s Henan province, on 27 March 2017 in harmony with nature. |
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Der Schulterstand: Sarvangasana, auch Kerze genannt, ist eine der zwölf Grundübungen des Yoga. Sie fördert die Durchblutung des Beckenbereichs und stärkt die Rücken-, Bein-, Nacken- und Bauchmuskeln.

Yoga als Trend zu beschreiben wäre falsch. Denn das Interesse an den Körperübungen, die ihren Ursprung in Indien haben, ist seit Jahren ungebrochen. Aus gutem Grund: Sie helfen dabei, gesund zu bleiben - auch im Kopf. 

Der HNA-Yogasommer beweist, wie viele Menschen aller Altersstufen Spaß daran haben und in der Lage sind, ihre Körper in Übungen zu bringen, die Hund, Katze, Kobra oder Frosch heißen.

Alle Übungen des HNA-Yogasommers im Video.

Die Sanskrit-Schriften, in denen das Wort Yoga erstmals erwähnt wird, sind über 2500 Jahre alt. Yoga bedeutet „Joch“ und wird als „Vereinigung“ gedeutet. Ursprünglich war die Lehre ein rein spiritueller Weg zur Erleuchtung, zu erreichen durch Meditation. Atemtechnik und Körperhaltungen dienten nur als Hilfsmittel auf dem Weg dorthin. 

Yoga, wie wir es heute im Westen praktizieren – in all seinen zahlreichen Variationen – kam erst Anfang des 20. Jahrhunderts nach Europa und Amerika. Durch Lehrer wie B.K.S. Iyengar und sein Standardwerk „Light on Yoga“, das er 1966 veröffentlichte, wurde Yoga international populär.

Der Baum: Diese Yoga-Übung stärkt das Gleichgewicht und trainiert alle Muskeln des Körpers. Für die ganze Ansicht bitte auf das Bild klicken.

Die Einflüsse von Yoga auf die Gesundheit

Aber was macht Yoga so besonders, und was kann Yoga überhaupt? Seit Anfang des 20. Jahrhunderts wird Yoga auch wissenschaftlich erforscht. PubMed, eine Datenbank der medizinischen Forschung, listet mehr als 2000 Veröffentlichungen zum Thema Yoga auf. Von der Charité bis zur Harvard University – mittlerweile untersuchen fast alle hochrangigen Institute die Wirkung von Yoga auf Körper, Geist und Seele des Menschen. Eine Übersicht einiger Ergebnisse:

Nackenschmerzen,Charité Berlin: Ein Mal pro Woche Yoga brachte deutlich mehr Besserung der Rückenleiden als eine Rückenschule.

Rückenschmerzen,University of Washington, Seattle: Nachdem die Probanden ein halbes Jahr mindestens ein Mal pro Woche Yoga gemacht hatten, konnten fast 80 Prozent der Teilnehmer auf Schmerzmittel verzichten.

Stress,University of California, Los Angeles: Die Ergebnisse vieler Studien legen nahe, dass Yoga die positive Wirkung von Sport gegen Stress und Stimmungsschwankungen noch übertrifft. Gesundheitsempfehlung vieler Forscher: leichtes Ausdauertraining fürs Herz plus Yoga fürs Gemüt.

Schlafqualität,Harvard University, Boston: Die Gruppe, die Yoga praktizierte, konnte deutlich besser schlafen als die Gruppe, die an einer Schlafberatung teilgenommen hatte.

Bluthochdruck,Yale-University: Bluthochdruck-Patienten konnten aufgrund ihrer regelmäßigen Yoga-Paxis ihre Medikamenten-Dosis reduzieren.

Schon B.K.S. Iyengar, der Erfinder des Iyengar-Yoga wusste: „Wer Yoga übt, entfernt das Unkraut aus dem Körper, sodass der Garten wachsen kann.“

Das Kamel: Ustrasana ist eine Rückwärtsbeuge. Diese Asana streckt und dehnt in erster Linie Wirbelsäule, Brust- und Bauchmuskeln und stärkt Gefäßmuskeln und Oberschenkel.

Hintergrund: Das sind die fünf Säulen des Yoga

Asanas - Yogastellungen

Asanas sind Körperübungen, bei denen eine bestimmte Stellung eine Zeit lang ruhig gehalten wird. Sie mobilisieren jedes Körperteil. Dadurch werden die inneren Selbstheilungskräfte aktiviert, der Körper gestärkt und der Geist ruhig und zentriert.

Pranayama - Atemübungen

Mal belebend, mal beruhigend, helfen sie Körper, Geist und Verstand zu fokussieren. Durch bewusste Atemtechniken, Training und Steuerung des Atems kann man die eigene Gemütsverfassung und den Geisteszustand in eine positive Schwingung bringen.

Shavasana - Entspannung

Während der Tiefenentspannung werden systematisch alle Teile des Körpers und des Geistes gelockert. Dabei werden Stresshormone abgebaut, Glückshormone ausgeschüttet und Energien aufgebaut. Ein allgemeines Wohlbefinden tritt ein. Shavasana hilft, geistige Klarheit und innere Ausgeglichenheit zu erlangen.

Mitahara - Ernährung

Gesunde und leicht verdauliche Ernährung ist ein wichtiger Teil des Yoga. Yogische Ernährung ist rein vegetarisch und besteht hauptsächlich aus frischen, unbehandelten Lebensmitteln. Sie versorgt den Körper mit allen lebensnotwendigen Stoffen und erhält ihn locker und geschmeidig.

Positives Denken und Meditation

Yogis glauben, dass unsere Gedanken die Quelle aller manifesten Erscheinungen und Erfahrungen ist. Darum gehört zum Hatha Yoga auch die bewusste Steuerung des Denkens. Durch Entspannung, Konzentration und positive Affirmationen lernt man, seinen Geist positiv zu stimulieren.

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