Gesundheit Nordhessen Dr. Sontheimer verabschiedet

+
Nach fast zehn Jahren als Vorstandsvorsitzender der Gesundheit Nordhessen verabschiedet: Dr. Gerhard M. Sontheimer (rechts) mit seiner Frau Antoaneta Sontheimer und Kassels Oberbürgermeister Bertram Hilgen, Aufsichtsratsvorsitzender der GNH.

Der langjährige Vorstandsvorsitzende der Gesundheit Nordhessen (GNH), Dr. Gerhard M. Sontheimer, ist gestern Abend in feierlichem Rahmen verabschiedet worden.

„Dr. Sontheimer hat innerhalb einer Dekade den kommunalen Krankenhausverbund grundlegend umstrukturiert und Innovationen vorangetrieben, und ihn damit für kommende Herausforderungen gestärkt“, sagte Kassels Oberbürgermeister Bertram Hilgen  in seiner Funktion als GNH-Aufsichtsratsvorsitzender. Dr. Sontheimer habe alles dafür getan, dass die GNH ein zentrales Element kommunaler Daseinsvorsorge inKassel  und der Region bleibe. Hilgen: „Diese erfreuliche Entwicklung einer kommunalen Holding in einem hart umkämpften Markt war nicht selbstverständlich. Herr Dr. Sontheimer hat das in ihn gesetzte Vertrauen gerechtfertigt. Auf das, was hier entstanden ist, können wir alle miteinander stolz sein. Damit verbinde ich an dieser Stelle den Dank an alle Beteiligten, die diesen Weg mitgegangen sind.“

Der 55-jährige Mediziner und Diplom-Physiker hat seit April 2005 den kommunalen Krankenhausverbund zu einem innovativen Unternehmen entwickelt, das eine medizinische Versorgung auf höchstem Niveau bietet, mit wegweisenden Projekten bundesweit Beachtung findet und wirtschaftlich gesund ist. Sein größtes und augenfälligste Projekt ist die grundlegende Umgestaltung des Klinikums in baulicher und struktureller Hinsicht, die er initiiert und engagiert vorangetrieben hat.

In zehn Jahren wurden unter anderem ein neues Diagnostikgebäude, das Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin sowie das gerade eröffnete Eingangsgebäude geplant und gebaut. Grundlage der Bauplanung waren ein medizinisches Konzept und ein Betriebskonzept, das auf der Umwandlung des Pavillonsystems in ein Zentralklinikum mit prozessorientiert entworfenen Gebäuden und innovativer Medizintechnik beruht.

Mit dem Ziel, eine schnellere und bessere Behandlung zu gewährleisten, wurden alle Strukturen und Abläufe optimiert – immer mit Ausrichtung auf die Patienten und die Behandlungsqualität, der Sontheimers besonders Augenmerk galt. So zählte die GNH auch zu den Gründungsmitgliedern der Initiative Qualitätsmedizin.

Zentraler Bestandteil der Neustrukturierung der medizinischen Prozesse war auch die Etablierung einer zentralen Notaufnahme, die mit rund 42.000 Patienten im Jahr bundesweit zu den größten und modernsten gehört, sowie die Einrichtung eines EU-konformen Hubschrauberlandesplatzes auf dem Dach des Eingangsgebäudes, der im Klinikum als überregionalem Traumazentrum die schnelle Versorgung Schwerstverletzter gewährleistet.

Genauso wichtig war die Etablierung einer Holdingstruktur und die Einbindung der Grundversorgungskrankenhäuser in Bad Arolsen und die Kreiskliniken in die GNH. Die schwierige Aufgabe, eine bestmögliche Flächenversorgung mit akzeptabler Wirtschaftlichkeit sicher zu stellen, wurde durch eine immer enger werdende Zusammenarbeit der Medizin mit dem Klinikum Kassel und durch die gemeinsame Nutzung der Kompetenz in der Holding erreicht.

Bundesweite Beachtung fanden die vier Technologie-Partnerschaften, mit denen die GNH sich für verschiedene Bereiche (bildgebende Geräte, Elektromedizin, Sterilgutversorgung, Logistik) eine Spitzenausstattung und -qualität zu bezahlbaren Kosten sicherte. Gleichzeitig kann sich das Unternehmen selbst auf seine Kernkompetenzen Medizin und Pflege konzentrieren.

Neue Wege in der Medizinerausbildung schlug Dr. Sontheimer mit der Kassel School of Medicine, gemeinsam mit der University of Southampton, ein. Die KSM wurde nach intensiven Diskussionen 2012 gegründet und die beiden ersten Studierenden-Jahrgänge sind inzwischen gestartet. (nh)

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

der Inhalt dieses Artikels entstand in Zusammenarbeit mit unserem Partner. Da eine faire Betreuung der Kommentare nicht sichergestellt werden kann, ist der Text nicht kommentierbar.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.