Schatten auf der Lunge? Die Ursache abzuklären, ist sehr wichtig

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Die Klinik für Lungen- und Bronchialmedizin des Klinikums Kassel (hier Prof. Dr. Gillissen) besitzt ein endobronchiales Ultraschallgerät.

Wenn ein Schatten im Röntgenbild der Lunge auffällt, ist dies zunächst nichts Aufregendes. Die moderne radiologische Bildgebung mit einer immer ausgefeilteren Bildtechnik und höherem Auflösungsvermögen entdeckt häufig Flecken in der Lunge, die aus unterschiedlichen Gründen erworben werden können.

Grundsätzlich gilt: Schatten im Röntgenbild der Lunge sollten ernst genommen werden. Alles Neue am Lungenherd muss hinterfragt, alles lange Bekannte ohne Änderung braucht lediglich beobachtet zu werden, alles was wächst und sich in der Form ändert, sollte dringend abgeklärt werden. Je größer der Herd, umso dringlicher ist die Notwendigkeit einer weiterführenden Diagnostik. Das ungünstigste Ergebnis wäre dann eine Krebsdiagnose. Die größten Heilungschancen bestehen in diesem Fall bei kleinen Tumoren, die früh entdeckt werden. Leider gibt es beim Lungenkrebs keine sinnvollen Vorsorgeuntersuchungen.

Dies liegt daran, dass Symptome wie Abgeschlagenheit und Gewichtsverlust oder selbst das Abhusten von Blut auch durch andere schwere Erkrankungen hervorgerufen werden können. Daher ist es am wichtigsten, den Auslöser – meist langjähriges Zigarettenrauchen – abzustellen, denn Lungenkrebs ist eine im Grunde vermeidbare Erkrankung. Wie wird ein Lungenschatten abgeklärt? In der Computertomographie (CT) der Lunge kann man das Ausmaß des Lungenschattens und ein eventuelles Auftreten von Metastasen – also Tumorabsiedlungen in der Lunge aber auch in anderen Organen wie der Leber oder der Nebenniere – am besten erkennen. Eine umfassende Diagnostik, die vor allem die Gewebegewinnung mittels einer Lungenspiegelung umfasst, klärt den genauen Tumortyp. Der Klinik für Lungen- und Bronchialmedizin des Klinikums Kassel steht seit kurzem ein spezielles neues Ultraschallgerät zur Verfügung, mit dem die Experten noch genauer die an der Luftröhre und an den Bronchien gelegenen Lymphknoten untersuchen können, wie Prof. Dr. Adrian Gillissen vom Klinikum Kassel erklärt.

„Damit ist es möglich, während einer Bronchoskopie die Lymphknoten oder Tumore für die spätere mikroskopische Untersuchung von der Luftröhre und Bronchien heraus zu punktieren.“ Diese umfassenden diagnostischen Informationen sind nötig, um eine gezielte Therapie machen zu können. Diese gliedert sich in eine operative, chemo- und eine strahlentherapeutische Behandlung, die miteinander kombiniert werden können. Die Behandlung dieser Patienten erfolgt daher am Klinikum Kassel interdisziplinär. Die Voraussetzungen sind hier besonders gut, denn alle für diese Erkrankung notwendigen Fachgebiete sind kompetent vertreten und sprechen sich bei der Festlegung des Therapieplans eng miteinander ab. (nh)

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