Zöliakie

Glutenfreie Lebensmittel: Symbol der durchgestrichen Ähre

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Menschen mit Zöliakie müssen auf Gluten verzichten - das Symbol der durchgestrichenen Ähre gibt Orientierung beim Einkaufen.

Wer eine Zöliakie hat, kann nicht einfach zum Bäcker gehen und Brötchen kaufen. Betroffene müssen sich ihr Leben lang glutenfrei ernähren. Inzwischen gibt es aber immer mehr geeignete Produkte.

Bei einer Zöliakie müssen Betroffene das Klebereiweiß Gluten strikt meiden - das ist etwa beim Einkaufen nicht immer ganz einfach. Hilfestellung bietet das Symbol der durchgestrichenen Ähre.

Dieses Zeichen steht für glutenfreie Lebensmittel. Darauf weist die Deutsche Zöliakie Gesellschaft hin, die das Symbol in Deutschland vergibt.

Gluten ist nicht nur in Getreidesorten wie Weizen, Dinkel, Roggen oder Gerste enthalten, sondern kann auch in Fertiggerichten oder Süßigkeiten versteckt sein. Bei einer Zöliakie führt der Verzehr von Gluten zu Entzündungen im Dünndarm. Langfristig bilden sich die Dünndarmzotten zurück, und es kann zu Mangelerscheinungen kommen. 

An einer Zöliakie leidet weniger als ein Prozent der Menschen. Wenn Lebensmittel Bauchschmerzen machen, ist das für Betroffene ein Problem. Doch was ist eine Nahrungsmittelunverträglichkeit überhaupt? Ein Ernährungsexperte erkärt was dahintersteckt.

Darm: Von Zotten und Bakterien

Bauweh Darm
Das wichtigste zum Thema Darm: Er verrichtet seinen Dienst im Verborgenen, macht nur selten auf sich aufmerksam. Dabei braucht sich der Darm nicht zu verstecken. Immerhin holt er auch noch das Letzte aus dem Essen raus. Ohne den Darm würden uns schnell die Kräfte verlassen: Ein kleiner Einblick in seine Arbeit, natürlich in leicht verdaulichen Portionen. © dpa
Der Darm ist nicht nur bis zu acht Meter lang. Ausstülpungen der Schleimhaut ins Darminnere, sogenannte Zotten, vergrößern seine Oberfläche um ein Vielfaches. Dazu tragen auch Fortsätze auf den Darmzellen bei. So bringt es der Darm auf eine Oberfläche von 400 bis 500 Quadratmeter. Das erlaubt es ihm, seh viele Nährstoffe aufzunehmen. © dpa
Fünf Liter Verdauungssekret bildet der Körper an nur einem Tag. Einen Teil kommt aus der Bauchspeicheldrüse (Pankreas), die vor allem wichtige Verdauungsenzyme liefert. Sie spalten den Speisebrei in seine Bestandteile. Die Leber liefert Galle, die in der Gallenblase gespeichert und nach dem Essen in den Dünndarm abgegeben wird. Die zähe Flüssigkeit hilft bei der Fettverdauung. © dpa
Der Darm ist das Zuhause unzähliger Mikroorganismen. Sie helfen bei der Verdauung und verhindern, dass sich krankmachende Keime ansiedeln. Besonders eng ist es dabei im Dickdarm. Dort findet man bis zu zehn Billionen... © dpa
...Bakterien pro Gramm Darminhalt. Auch der Stuhl besteht zu mehr als 50 Prozent aus Bakterien. Ist der Darm chronisch entzündet, reagiert er nicht nur mit Durchfall. Er kann auch seine Funktionen nicht mehr voll erfüllen. So vertragen manche Patienten plötzlich Milch nicht mehr gut. Enzyme, die den enthaltenen Milchzucker (Lactose) spalten, werden nämlich in der Schleimhaut des Dünndarms gebildet. © dpa
Das funktioniert bei einer Entzündung oft nicht mehr richtig. Auch die Aufnahme von Nährstoffen und Vitaminen funktioniert deutlich schlechter, was zu einem Mangel führen kann. © dapd
Sie haben weitere Fragen zum Darm und chronischen Entzündungen? Verlässliche Informationen im Internet finden Sie zum Beispiel beim Kompetenznetz Darmerkrankungen unter www.kompetenznetz- ced.de, die Gastroliga bietet Broschüren zu Morbus Crohn und Colitis ulcerosa unter www.gastro-liga.de zum Download. © dpa
Sogar einen eigenen Tag zu chronisch entzündlichen Darmerkrankungen gibt es: Am 28. September findet der Crohn-Colitis-Tag statt. Veranstaltungen findet man unter www.crohncolitis- tag.de. © dapd

dpa/tmn

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