Besonders heftig

Grippewelle 2017: Bisher schon 11.000 Influenza-Fälle

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Grippewelle 2017: Die diesjährige Grippesaison hat besonders früh und heftig begonnen.

Husten, Schnupfen, Fieber und Gliederschmerzen - die Grippewelle hat Deutschland fest im Griff. Die Zahl der Influenza-Patienten nimmt stetig zu. Experten raten zur Grippeimpfung. 

Die diesjährige Grippesaison hat besonders früh und heftig begonnen. "Es ist eine starke Grippewelle", sagte der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, am Donnerstag im ZDF-"Morgenmagazin". Bislang seien den Behörden 11.000 Erkrankungsfälle gemeldet worden, wobei dies nur die untere Grenze sein dürfte. Zudem wären 30 Todesfälle infolge der Grippe offiziell bekannt.

Grippe 2017: Über 60-Jährige besonders anfällig

Derzeit seien besonders ältere Menschen stark betroffen, sagte Wieler. Fast alle bislang gemeldeten Todesfälle beträfen über 60-Jährige. Wieler riet daher vor allem älteren Menschen und anderen Risikokandidaten dringend, sich noch impfen zu lassen. "Es lohnt sich noch zu impfen."

Wer soll sich gegen Grippe impfen lassen?

Empfohlen wird die Schutzimpfung gegen Grippe neben älteren Menschen über 60 Jahren in erster Linie chronisch Kranken mit Grundleiden wie Diabetes, Asthma oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen, medizinischem Personal und Schwangeren ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel. Studien zeigten, dass es in den Risikogruppen noch große Impflücken gibt. "Grippe ist eine ernsthafte Krankheit", warnte Wieler.

Kann eine Grippe-Impfung krank machen? 

Auch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) appellierte, sich noch die Schutzimpfung zu holen. 

"Nach der Impfung dauert es zehn bis 14 Tage, bis der Körper einen ausreichenden Schutz gegen die Grippeviren aufgebaut hat", erklärte BZgA-Leiterin Heidrun Thaiss. Die Schutzimpfung sollte jedes Jahr aufgefrischt werden, weil sich auch die Viren ständig verändern. Infos, Fragen und Antworten zu der echten Grippe (Influenza) finden Sie hier.

Händewaschen besonders wichtig

Auch Hygiene sei in Grippezeiten eine wirksame Vorbeugung. "Wer sich außerdem regelmäßig und ausreichend lange die Hände gründlich mit Seife wäscht, vermeidet die Weitergabe von Krankheitserregern über die Hände", erklärte Thaiss.

Auch Frankreich leidet derzeit an einer schweren Grippewelle. Es gibt bereits 52 Tote.

Grippewelle 2017: Ende zeichnet sich langsam ab

dpa

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