Große Kasseler Kliniken arbeiten enger zusammen

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. Die Diakonie-Kliniken Kassel haben mit dem Klinikum Kassel sowie der Gesundheit Nordhessen Holding Kooperationsverträge geschlossen, die ab Januar nächsten Jahres in Kraft treten. In vier Feldern vereinbarten die beiden großen Kliniken eine engere Zusammenarbeit.

„Wir sehen uns als Gesundheits-Dienstleister, der in Bereichen wie der Pathologie oder der Apotheke für andere Kliniken ein interessanter Partner sein kann. Ich freue mich daher, dass wir unserer Zusammenarbeit mit den Diakonie-Kliniken eine langfristige vertragliche Basis geben konnten“, sagt Dr. Gerhard M. Sontheimer, Vorstandsvorsitzender der Gesundheit Nordhessen.

Ab Januar wird die Apotheke der Gesundheit Nordhessen die Belieferung der Diakonie-Kliniken inklusive des Burgfeld-Krankenhauses und der Frauenklinik Dr. Koch übernehmen.

Die Versorgung basiert auf einem modernen Modulsystem, bei dem – wie im Supermarkt – die Mitarbeiter der Apotheke per Scanner den Warenbedarf erfassen und anschließend entsprechend nachfüllen. Das Institut für Pathologie des Klinikum Kassel leistet ab dem kommenden Jahr die schnelle Befundung aller Gewebeproben aus den Diakonie-Kliniken. Das Klinikum Kassel hat sich in diesem Zusammenhang verpflichtet, die Proben regelhaft innerhalb von 24 Stunden auszuwerten, Schnellschnitte bereits innerhalb von 20 Minuten nach ihrem Eintreffen. Darüber hinaus nehmen die Mediziner des Instituts für Pathologie an klinisch-pathologischen Konferenzen teil. Die Neurologie des Klinikum Kassel intensiviert ihre Zusammenarbeit mit der Geriatrie des Diakonissen- und des Burgfeld Krankenhauses. Sofern Patienten des Klinikum Kassel, insbesondere mit dem Krankheitsbild Schlaganfall, in einer Geriatrie weiterbehandelt werden sollten, übernehmen die Diakonie-Kliniken die weiterführende Diagnostik und Therapie. Das Klinikum Kassel kann etwa zehn Patienten pro Woche an die Diakonie-Kliniken überweisen.

Das „Kinderstübchen“ in der Frauenklinik Dr. Koch, das vom Kinderkrankenhaus Park Schönfeld betrieben wurde, wird vom Klinikum Kassel übernommen. Dort sind vier Kinderintensivbetten eingerichtet, die von speziell ausgebildetem Pflegepersonal des Klinikum betreut werden. Darüber hinaus ist fünf Stunden täglich ein neonatologisch erfahrener Arzt anwesend. In der übrigen Zeit ist er in Rufbereitschaft. Damit ist die Versorgung von Neugeborenen mit ent-sprechendem Behandlungsbedarf in der Frauenklinik Dr. Koch gewährleistet. Schwangere mit absehbaren Risikogeburten werden selbstverständlich weiterhin in das Perinatalzentrum Level I des Klinikum Kassel verlegt.

„Besonders mit den Verträgen zur Zusammenarbeit von Neurologen und Geriatern und von Geburtshelfern und Kinderärzten zeigen das Klinikum Kassel und die Diakonie-Kliniken, dass die beiden großen Kliniken in Kassel gemeinsam für die beste Versorgung der Kasseler Patien-ten stehen“, betonen die beiden Geschäftsführer der Diakonie-Kliniken Jens Wehmeyer und Prof. Dr. Ulrich Vetter. (nh)

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