Einmal Oma oder Opa ausleihen

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Ziehen bei dem Projekt an einem Strang: Pfarrerin Katja Friedrichs-Warnke (links), Heidrun Zeuner und Elvira Reglin (rechts). Nachbarjunge Max Petrossow schaut auch mal vorbei.

Senioren eine sinnvolle Aufgabe geben und gleichzeitig Familien entlasten, in denen keine Großeltern mehr vorhanden sind oder weit entfernt leben – das ist das Ziel der Großelternpatenschaften in Zierenberg.

„Wir wollen die Senioren in die Familien integrieren. Das soll keine Konkurrenz oder Ersatz für Babysitter und Tagesmütter sein“, erklärt Heidrun Zeuner von der Zierenberger Zukunftskommission. Der Zusammenschluss von Stadt, Kirche, Diakonie und Bürgern will dem demografischen Wandel entgegenwirken.

„Großeltern, auch wenn es in diesem Fall nicht die leiblichen sind, bauen zu Kindern eine ganz bestimmte Beziehung auf. Früher war der Mehrgenerationenhaushalt die Regel, da war das ganz selbstverständlich.“ Früher sei die Familie Basis eines sozialen Netzwerks gewesen. Auch heute könnten die in die Familien vermittelten Senioren Ausgangspunkt für das Knüpfen weiterer Kontakte sein, sagt Pfarrerin Katja Friedrichs-Warnke.

„Besonders für zugezogene Familien kann das sehr hilfreich sein“, schließt sich Zeuner an. Die hätten auch bisher das größte Interesse an den Großelternpatenschaften gezeigt.

Eine sinnvolle Aufgabe

„Die Menschen habe gerade durch das Älterwerden die Möglichkeit, ihr Leben aktiv selbst zu gestalten. Wir bieten ihnen die Möglichkeit, sich noch einmal einer sinnvollen Aufgabe zu widmen“, sagt die Pfarrerin.

Und die Kinder würden jemanden brauchen, der zum Beispiel einfach mal mit ihnen etwas liest. Es sei ein Geben und Nehmen.

Im Ehrenamt

Die Großelternpatenschaft ist ein Ehrenamt. Es wird nicht bezahlt, und es entstehen keine Kosten für die Familien. Senioren und Familien werden aktiv begleitet, vor jeder Vermittlung gibt es Vorgespräche mit beiden Seiten. Senioren und Familien, die interessiert sind, melden sich bitte telefonisch.

 Von Patrick Kessler

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