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Hackfleisch richtig braten: Zwiebeln gehören nicht als Erstes in die Pfanne

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Von: Anna Katharina Küsters

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Wer Hackfleisch zubereitet, sollte ein paar einfache Küchentipps beachten. Dann kommt das Aroma des Fleisches noch besser zur Geltung.

Bonn – Es geht nichts über eine leckere, mit Liebe zubereitete Spaghetti Bolognese, die über mehrere Stunden auf dem Herd vor sich hin köchelt. Die Zubereitung der Sauce ist dabei ein Kunstwerk, das zwar auf den ersten Blick einfach erscheint, auf den zweiten Blick aber einiges an Kochkunst verlangt. So beginnt das Ganze bereits bei der Vorbereitung des Hackfleischs. Das Anbraten des Hackfleischs ist eine Kunst für sich, bei der sich Köche aus gesundheitlichen und geschmacklichen Aspekten an ein paar Regeln halten sollten.

Hackfleisch richtig braten: Zwiebeln gehören nicht als Erstes in die Pfanne

Schon beim Einkaufen und auf dem Weg nach Hause können Hobby-Köche in die ersten Fallen tappen, wenn es ums Hackfleisch geht. Haben sie es frisch an der Fleischtheke gekauft, müssen sie darauf achten, die Kühlkette nicht zu durchbrechen. Hackfleisch ist ein leicht verderbliches Lebensmittel. Laut dem Bundeszentrum für Ernährung kann es beispielsweise mit folgenden Bakterien oder anderen Krankheitserregern belastet sein:

Da Hackfleisch eine besonders große Oberfläche hat, breiten sich die Krankheitserreger bei höheren Temperaturen schnell aus. Um das zu vermeiden, packen Kochfans das Hackfleisch im Supermarkt am besten als Letztes in den Einkaufswagen und legen es auf dem Weg nach Hause in eine Kühltasche.

Zu Hause geht es dann recht zügig an die Verarbeitung, länger als 24 Stunden darf das Fleisch von der Frischetheke in der Regel nicht im Kühlschrank liegen. Abgepacktes Hackfleisch hält sich teils auch etwas länger. Wer das Lebensmittel nicht sofort verwenden möchte, kauft am besten die tiefgekühlte Version. Die lässt sich bei Bedarf dann ein paar Stunden vorher auftauen und muss nicht sofort auf dem Teller landen.

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Hackfleisch richtig braten: Dem Aroma schmeicheln

Hackfleisch ist bekannt für seinen würzigen, deftigen Geschmack. Damit das Aroma des Fleisches auch wirklich zur vollen Geltung kommen kann, muss beim Braten auf ein paar Dinge geachtet werden. Hobbyköche sollten das Fleisch etwa eine Viertelstunde vor dem Braten aus dem Kühlschrank holen, damit es Zimmertemperatur annimmt. Kaltes Hackfleisch verliert beim Braten deutlich mehr Wasser und wird trocken. So würde das Fleisch seinen Geschmack einbüßen.

Beim Anbraten von Hackfleisch in der Pfanne, die Zwiebel erst anschließend hinzufügen, damit das Fleisch besser durchbraten kann.
Zwiebeln gehören beim Anbraten von Hackfleisch als Zweites in die Pfanne. (Symbolbild) © Karpenkov/Imago

Die Pfanne der Wahl sollte eine recht große, flache sein, bei der der Boden noch erkennbar ist, wenn das Fleisch darin brät. Zum Anbraten eignet sich am besten Raps- oder Sonnenblumenöl, dem die Hitze von etwa 180 bis 200 Grad Celsius nichts anhaben kann. Das Raps- oder Sonnenblumenöl muss richtig heiß sein, bevor das Fleisch hinzukommt. Hobbyköchen sind gut beraten, wenn sie das Fleisch dann erst mal etwas anbraten lassen und nicht direkt alles wenden. Die oben genannten Krankheitserreger sterben bei einer Temperatur ab 70 Grad Celsius ab. So heiß muss die Pfanne also mindestens erhitzt sein.

Das Fleisch sollte etwa zwei Minuten von jeder Seite in der heißen Pfanne braten. Zum Schluss kommen dann die klein geschnittenen Zwiebeln hinzu. Profiköche empfehlen diese Reihenfolge, da das Fleisch sonst im Wasser der Zwiebeln kocht, statt in der Hitze der Pfanne zu braten. Kommen die Zwiebeln erst als Zweites hinzu, ist das Fleisch schon angebraten und die Zwiebeln haben die Möglichkeit, ihr volles Aroma auszubreiten. Mit diesem Vorgehen ist Hackfleisch nicht gesundheitsschädlich und schmeckt auch noch hervorragend!

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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