Hausmittel statt Pillen:

Kindern nur wenig Medikamente geben

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Eltern sollten Kinder nicht eigenmächtig mit Tabletten behandeln. Denn die Wirkung ist bei ihnen schwerer einzuschätzen als bei Erwachsenen.

Bei Kindern haben Medikamente, die bei Erwachsenen eher harmlos sind, oft eine bedenkliche Wirkung. Daher sollten Eltern auch bei der Gabe von gewöhnlichen Schmerz- oder Erkältungsmittel vorsichtig sein.

Bonn - Kinder reagieren auf Medikamente anders als Erwachsene. Sie brauchen deshalb unter anderem auch eine andere Dosierung: Es ist keine Lösung, einfach nur die Hälfte zu verabreichen.

Besonders bei Kindern, die schon Allergien haben, können frei verkäufliche Pillen und Co. Unverträglichkeiten auslösen. Deshalb empfiehlt sich, bei kleineren Wehwehchen so gut es geht auf chemische Mittel zu verzichten, so die deutsche Haut- und Allergiehilfe (DHA) in ihrem Elternmagazin "haut & allergie"" (Ausgabe 2/2015).

Die Experten raten, bei Schnupfen und Erkältung auf einfache Mittel wie Rotlicht, Inhalieren von Wasserdampf, ausreichende Flüssigkeitszufuhr und bei älteren Kindern auf Brusteinreibungen zu setzen. Nasentropfen sind laut DHA keine harmlosen Schnupfenmittel und sollten deshalb nur abends zum Einsatz kommen, damit das Kind besser schlafen kann.

Fiebersenkende Mittel sind erst ab 38,5 Grad Celsius sinnvoll. Davor können Wadenwickel zum Einsatz kommen. Hat das Kind krampfartige Schmerzen, tut Wärme gut. Bei entzündungsbedingten Schmerzen ist wiederum Kälte besser.

Wird das Wehwehchen zur Krankheit, ist es sicherer, sich mit dem Kinderarzt über die mögliche Medikamentengabe abzustimmen und am besten nicht selbst Arzneien zu verabreichen. Denn selbst Mittel, die Erwachsene recht häufig einsetzen wie Acetylsalicylsäure (ASS), können für Kinder unter Umständen sogar schädlich sein.

dpa

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