Hautkrebs: Immer mehr Neuerkrankungen in Hessen

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An der Klinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie in Groß-Umstadt diskutieren niedergelassene Hautärzte gemeinsam mit Medizinern aus ganz Deutschland über neue Methoden der Prävention, Versorgung und Therapie von Hautkrebserkrankungen

Die Entstehung von Hautkrebs dauert in der Regel Jahrzehnte, darum wird die Erkrankung im Anfangsstadium in vielen Fällen zunächst übersehen. Kleine Wunden, hautfarbene Narben im Gesicht oder ein Knötchen an Ohren, Stirn, Nase oder Lippen sind für viele erst einmal kein Grund zur Besorgnis. Hinter einer solchen Hautveränderung kann sich jedoch ein Hautkrebsgeschwür verbergen, das das umliegende Gewebe zerstören und sogar auf die Knochen übergreifen kann. Der wohl bekannteste Hautkrebs ist das maligne Melanom, auch schwarzer Hautkrebs genannt. Der häufigste Hautkrebs ist jedoch der weiße, hier vor allem der Basalzellkrebs. Allein in Hessen sind im vergangenen Jahr über 6000 Menschen wegen dieser bösartigen Hautkrebserkrankung behandelt worden, Tendenz steigend.

„Basallzellkrebs bildet zwar so gut wie keine Metastasen, kann aber zu starken Entstellungen im Gesicht führen. Besonders gefährdet für die Entstehung sind die Nase, die Ohren und die Stirn - Stellen, die ungeschützter und intensiver Sonnenstrahlung ausgesetzt sind", so Dr. Dr. med. Mostafa T. Ghahremani, Chefarzt der Klinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie/Gesichtschirurgie in Groß-Umstadt und Experte für Dermato-Chirurgie.

Wie die Schäden von Hautkrebs behoben und vermieden werden können, darüber beraten niedergelassene Hautärzte in Hessen gemeinsam mit Medizinern aus ganz Deutschland beim Symposium „Neubildungen der Haut“ der Klinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie/Gesichtschirurgie der Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg am Samstag, dem 31.03.2012, in der Klinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie/Gesichtschirurgie in Groß-Umstadt. „Hautkrebs kann - wenn er früh genug erkannt wird - in den meisten Fällen erfolgreich behandelt werden. Wir niedergelassenen Ärzte wollen uns aufgrund der gestiegenen Fallzahlen noch stärker in die Diskussion über das regionale Versorgungsangebot für Hautkrebspatientinnen und –patienten einbringen“, so Dr. med. Anton Mayet, Facharzt für Dermatologie der Gemeinschaftspraxis für Dermatologie und Dermatopathologie in Frankfurt am Main. Dr. med. Lorenz Becker, Facharzt für Dermatologie, bekräftigt: „Nur gemeinsam können wir ein gutes und patientenorientiertes Versorgungsangebot für die Menschen in Hessen erreichen.“

Die Versorgung von Menschen mit Hautkrebs wird Dr. Ghahremani, dem Initiator der Veranstaltung, zufolge zu einer wachsenden Herausforderung für alle Mediziner, da die Neuerkrankungen in Hessen wie bereits in den vergangenen Jahren weiter steigen.

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