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Grünes Licht zur Behandlung von Prostataerkrankungen

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Alles im grünen Bereich: Mit einem grünen Laser können neuerdings Vergrößerungen der Prostata behandelt werden.

In Deutschland leidet heutzutage jeder zweite Mann über 60 Jahren an einer Prostataerkrankung. Bei den meisten Männern handelt es sich um eine gutartige Vergrößerung der Prostata. Hier kann das sogenannte Greenlight-Laserverfahren jetzt auch in den Helios Kliniken eingesetzt werden.

Mit dem grünen Laser wird Licht mit einer Wellenlänge von 532 nm (Nanometer = ein Milliardstel Meter) verwendet. Dabei wird über die Spitze der Laserfaser das überflüssige Gewebe stark erhitzt und verdampft fast blutungsfrei in hauchdünnen Schichten. Mediziner sprechen von der „photoselektiven Vaporisation der Prostata“ (PVP). Diese versiegelt zugleich die Wunde.

„So können auch Patienten erfolgreich behandelt werden, die beispielsweise gerinnungshemmende Substanzen einnehmen oder zu anderen Risikogruppen gehören“, sagt Dr. Ulrich Grein, Chefarzt der Klinik für Urologie und Kinderurologie am Helios-Klinikum Schwelm. „Solche Patienten sind nun viel einfacher und erfolgreicher zu behandeln“, so Dr. Grein weiter. Ein weiterer Vorteil dieser blutarmen Operationsmethode gegenüber der klassischen Behandlung ist das geringere Risiko von Inkontinenz oder Impotenz sowie den allgemeinen Risiken wie Thrombosen oder Lungenembolien.

Die Patienten können in der Regel nach wenigen Tagen in ihren Alltag zurückkehren, auch wenn sie zunächst körperliche Anstrengungen vermeiden müssen. Voraussetzung für dieses Operationsverfahren ist, dass ein Prostatakarzinom ausgeschlossen wurde. Die Behandlungskosten werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. (nh)

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