Herzerkrankungen auf der Spur

Schmerzfrei: Ultraschalluntersuchungen sind ein schonendes Verfahren zur Diagnose von Herzerkrankungen, hier Chefarzt Dr. Bertolt Linder. Foto: privat / nh

Mittlerweile ist die Begutachtung des Herzens per Ultraschall – die Echokardiographie – die Basisuntersuchung für alle Patienten mit Verdacht auf eine Herzerkrankung“, ergänzt Dr. Linder. Das schonende Untersuchungsverfahren, das dem Patienten keine Schmerzen verursacht, kommt nicht nur bei der Diagnose zum Einsatz, sondern auch während der Behandlung, um den Verlauf der Erkrankung zu kontrollieren.

Bei einer Ultraschalluntersuchung werden zahlreiche Erkrankungen am Herzen sichtbar: Störungen am Herzmuskel und an den Herzwänden, Fehler bei der Funktion und Dichtigkeit der Herzklappen sowie strukturelle Veränderungen. Auch Entzündungen von Herzmuskel, Herzbeutel oder Herzinnenwand lassen sich feststellen.

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Das Krankenhaus Bad Arolsen verfügt über ein hochmodernes Echolabor mit derzeit höchstmöglicher Bildqualität, sagt Dr. Linder, der lange bis zu 200 Ärzte jährlich im Ultra-schall des Herzens ausgebildet hat. Hinzu kommt, dass alle Untersuchungen in Bad Arolsen digital gespeichert werden. Auf diese Weise können Voruntersuchungen jederzeit zum Vergleich herangezogen werden. Zusätzlich ist die Ultraschalluntersuchung des Herzens durch die benachbarte Speiseröhre mit dem Schluckultraschall möglich. Damit lassen sich Blutgerinnsel in den Herzhöhlen sowie Veränderungen der Herzklappen und der Hauptschlagader besonders gut beurteilen. Durch die Stress-Echokardiographie können in bestimmten Fällen Herzkatheteruntersuchungen vermieden werden.

Dank moderner Datenverarbeitung können die Ergebnisse mit anderen Bildmodalitäten zusammengefügt werden, beispielsweise von Herzkatheteruntersuchungen, die Dr. Linder zweimal wöchentlich im Klinikum Kassel macht. Dank eines tragbaren Hochleistungs-Ultraschallgerätes können die Untersuchungen auch auf der Intensivstation, im OP oder an jedem anderen Ort ohne Qualitätsverlust gemacht werden. (nh)

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