Weltherztag am 29. September

Oft unerkannt: Herzinfarkt bei Frauen – Diese Symptome sollten Sie erkennen

Am 29. September ist Weltherztag: Eine Initiative, die dazu anregen soll, gesünder zu leben und so das Risiko für Herzerkrankungen zu verringern.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen* sind weltweit die häufigste Todesursache. In Deutschland verursachen sie etwa 40 Prozent aller Sterbefälle. Auch Frauen sind immer häufiger betroffen. Allerdings bleibt der Herzinfarkt bei ihnen oft unerkannt. Auch der medizinische Ratgeber von Zava informiert zum Thema Herzgesundheit.

Herzinfarkt vorbeugen: Das Herz durch Sport schützen

Ausreichend Bewegung trägt maßgeblich dazu bei, das Risiko für Herzprobleme zu senken. Prof. Dr. Thomas Meinertz, Kardiologe und Mitglied von Zavas medizinischem Beirat, sagt: „Regelmäßiger Sport trainiert nicht nur unsere Muskeln, sondern auch das Herz. Dadurch wird es stärker und effizienter. Es pumpt pro Schlag wesentlich mehr Blut – und muss insgesamt, vor allem während ruhiger Phasen, seltener schlagen. So wird das Herz langfristig geschont, Puls und Blutdruck stabilisiert und das Leben verlängert.” Bewegung hält außerdem die Gefäße weit, da sie schädliches Cholesterin im Blut reduziert und somit einer Verkalkung der Arterien (Arteriosklerose) entgegenwirkt. Das Risiko für Durchblutungsstörungen, Herzinfarkte und Schlaganfälle sinkt deutlich. Besonders geeignet sind Ausdauersportarten wie zum Beispiel Radfahren, Schwimmen, Joggen, Wandern oder Walken. Mit drei Einheiten pro Woche je 30 Minuten können bereits gute Effekte erzielt werden.

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Herzgesundheit: Tipps für eine gesunde Ernährung

Für ein gesundes Herz ist auch eine gesunde Ernährung wichtig. So lassen sich hoher Blutdruck und hohe Cholesterinwerte senken. Die Online-Arztpraxis Zava hat die wichtigsten Elemente für eine gesunde Ernährung zusammengefasst. Auf dem Speiseplan stehen:

  • reichlich frisches Obst und Gemüse (die Deutsche Gesellschaft für Ernährung rät zu 650g am Tag),
  • magere Milchprodukte oder fettarme pflanzliche Alternativen wie Hafermilch oder Sojaquark/-joghurt,
  • Fisch, sowohl fett als auch mager,
  • fettarme Geflügelprodukte (pflanzliche Fleischalternativen haben oft einen geringen Fett- aber hohen Proteinanteil),
  • Vollkorn- anstatt Weißmehlprodukte,
  • Hülsenfrüchte wie Linsen und Kichererbsen,
  • Lebensmittel mit viel Kalium, wie zum Beispiel Spinat, Bananen und Kartoffeln – sie können dabei helfen, die Blutgefäße zu erweitern.

Reduziert oder ganz verzichtet werden sollte auf:

  • fettreiche Wurst- oder Fleischwaren,
  • viel Salz, fettige Nahrungsmittel und Süßigkeiten,
  • Koffein und Alkohol.

Auch interessant: Wer dieses Lebensmittel täglich isst, erhöht sein Herzinfarkt-Risiko enorm.

Herzinfarkt bei Frauen – Das sind typische Anzeichen

Oft wird angenommen, Herzinfarkte wären eine typische Männerkrankheit – doch auch Frauen sind immer häufiger betroffen. Allerdings können sich die Symptome von Männern und Frauen deutlich unterscheiden. Typische Symptome eines Herzinfarkts sind Enge- und Druckgefühl im Brustkorb mit zum Teil brennendem Charakter und möglicher Ausstrahlung in Hals, Schultern, Bauchraum oder Rücken. Außerdem kalter Schweiß, Übelkeit und Brechreiz sowie Todesangst. Vor diesen Anzeichen wird häufig gewarnt und die meisten Menschen kennen sie als Alarmsignal für einen Herzinfarkt. Sie sind jedoch eher typisch für Männer und können bei Frauen abgeschwächt oder gar nicht auftreten.

Bei Frauen zeigen sich häufig andere, unspezifische Anzeichen für einen Herzinfarkt. Die durch den Herzinfarkt ausgelösten Schmerzen spüren viele Frauen nicht im Arm oder im Rücken, sondern vor allem im oberen Bauch. Nur wenige Menschen wissen, dass dazu auch Übelkeit und Erbrechen kommen können. Nicht immer sind es jedoch unbedingt Schmerzen, die bei Frauen auf einen Herzinfarkt hinweisen. Besonders im Bereich der Brust und des Oberbauchs sind Frauen oft eher von einem Druckgefühl statt stechender Schmerzen betroffen. Auch Atemnot tritt bei Frauen immer wieder besonders in Zusammenhang mit einem Engegefühl in der Brust auf.

Solche Anzeichen treten allerdings häufiger auch bei anderen Erkrankungen auf und sind nicht unbedingt ein Grund zur Sorge. Symptome wie Atemnot und Oberbauchbeschwerden kommen relativ oft vor, sodass sie nicht richtig gedeutet oder gar nicht ernst genommen werden. Besonders wenn die Symptome erstmals oder extrem ausgeprägt auftreten, muss aber unbedingt auch an einen Herzinfarkt gedacht werden.

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