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Gesundheits-Gefahr: Für welche Menschen Schnee schippen zur Gefahr werden kann

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Von: Sophia Lother

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Schnee und Kälte vertragen nicht alle Menschen gleich gut. Für spezielle Patienten-Gruppen kann es zu einer ernsten Gefahr werden.

Kassel – Schnee, so weit das Auge reicht. Gelegentlich dürfen sich auch die Menschen in Deutschland Schneefall freuen. Doch mit dem Weiß kommen auch neue Aufgaben auf viele zu. So muss beispielsweise der Schnee vor der Haustüre weggeräumt werden. In einigen Fällen kann sonst ein Bußgeld drohen.

Doch nicht jeder Mensch sollte zur Schippe greifen, um den Schnee vom eigenen Grundstück zu entfernen. Für einige kann das schwere gesundheitliche Folgen haben – bis hin zum Herzinfarkt.

Menschen mit Herzproblemen sollten auf das Schnee-Schippen lieber verzichten. (Symbolfoto)
Menschen mit Herzproblemen sollten auf das Schnee-Schippen lieber verzichten. (Symbolfoto) © Westend61/Imago

Herzinfarkt-Risiko: Welche Menschen auf das Schnee-Räumen verzichten sollten

Schon allein die frostigen Temperaturen können für Menschen mit Herzproblemen gefährlich werden, betont die Deutsche Herzstiftung. Der Grund: Durch die Kälte tendieren die Blutgefäße in vielen Körperregionen dazu, sich zu verengen. In der Folge steigt der Blutdruck. Das Herz muss stärker pumpen und wird dadurch mehr belastet, was laut der Stiftung bis zu einer Überbelastung führen kann.

Kommt noch anstrengende Arbeit wie das Schneeräumen dazu, kann das gefährliche Konsequenzen für die Gesundheit haben. „Wer bereits an einer Herzerkrankung leidet, sollte bei Minusgraden auf starke körperliche Anstrengungen wie Schneeschippen verzichten“, betont die Herzstiftung auf ihrer Webseite. Sie rät Personen besonders vorsichtig zu sein, die von einem dieser Faktoren betroffen sind:

Herz-Probleme bei Kälte: Was Sie unternehmen können

Timm Bauer, Chefarzt am Sana Klinikum Offenbach, erklärt auf der Klinikwebseite, was Betroffene im Winter tun können, um ihrem Herz nicht zu schaden. „Achtsam mit sich sein und trotz allem aktiv bleiben. Denn die Warnung vor zu viel Anstrengung heißt nicht, gar nichts mehr zu machen. Das bedeutet für die Patienten, dass sie auch im Winter – in Abstimmung mit dem betreuenden Arzt und entsprechend gekleidet – regelmäßig und möglichst auch an der frischen Luft in leichter Bewegung sein sollten, vielleicht mit einem Schal vor dem Mund, um die kalte Luft etwas aufzuwärmen“, betont der Mediziner.

Hinweis der Redaktion

Die in diesem Artikel genannten Informationen ersetzen nicht den Gang zu einem Arzt oder einer Ärztin. Nur Fachleute können die richtige Diagnose erstellen und eine geeignete Therapie einleiten. Die Einnahme von Medikamenten oder auch Nahrungsergänzungsmitteln sollte vorher mit einem Arzt oder einer Ärztin abgesprochen werden.

Weiterhin rät er Herz-Patienten, auf ihre Ernährung zu achten. So sollte beispielsweise auf die Salzzufuhr geachtet werden, da dieses den Blutdruck steigern könne. (Sophia Lother)

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