Besser umsteigen

Wer gerne zu diesem Lebensmittel greift, erhöht sein Herzinfarkt-Risiko enorm – sagen Forscher

In der Bäckerei hat man die Wahl: Greift man zum Vollkorn- oder zum Weißmehl-Brötchen? Forscher haben untersucht, wie sich der Konsum von Getreide auf das Herzinfarkt-Risiko auswirkt.
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In der Bäckerei hat man die Wahl: Greift man zum Vollkorn- oder zum Weißmehl-Brötchen? Forscher haben untersucht, wie sich der Konsum von Getreide auf das Herzinfarkt-Risiko auswirkt.

Herzkrankheiten sind in Deutschland die häufigste Todesursache. Wer nur eine Ernährungsgewohnheit umstellt, soll dem Herzinfarkt immens vorbeugen können.

Wenig Bewegung, Stress und Rauchen können das Herz krank machen. Alles Risikofaktoren, die man gut beeinflussen kann. Auch eine unausgewogene Ernährung fördert Arteriosklerose und damit Herzinfarkt und Schlaganfall*. Viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukte, wenig Fleisch, gesättigte Fettsäuren und Zucker und so selten wie möglich Alkohol und Wurst: Wer sich an ein paar einfache Ernährungsregeln hält, reduziert nicht nur sein Herzinfarkt-, sondern auch das Diabetes- und Krebsrisiko.

Ein internationales Forscherteam hat jetzt ein Nahrungsmittel identifiziert, dass sich wohl besonders schädlich auf die Herzgesundheit auswirkt. Viele von uns essen es tagtäglich.

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Herz und Kreislauf: Getreide ja – allerdings nur in der Vollkorn-Version

Die Forscher werteten die Daten von knapp 150.000 Studienteilnehmern aus 21 Ländern aus, deren Ernährungsgewohnheiten und Gesundheitszustand im Schnitt 9,5 Jahre analysiert wurde. Dabei fiel den Forschern auf, dass vor allem der Konsum einer Gruppe von Lebensmitteln mit erhöhtem Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen einhergeht. So hatten diejenigen Menschen, die mehr als 350 Gramm Weißmehl-Produkte pro Tag (etwa sieben Portionen) aßen, ein um 27 Prozent höheres Risiko für einen vorzeitigen Tod durch Herzerkrankungen wie Herzinfarkt als die Studienteilnehmer, die weniger als 50 Gramm raffiniertes Getreide pro Tag verzehrten.

Wie das Portal Heilpraxisnet weiter berichtete, führte ein Mehr an Weißmehl-Produkten auch zu erhöhten Blutdruck-Werten. In der Studie, die auf dem Fachportal The bmj veröffentlicht wurde, heißt es weiter: „Es wurden keine signifikanten Assoziationen zwischen der Aufnahme von Vollkornprodukten oder weißem Reis und einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen gefunden“. In ihrer Schlussfolgerung erklären die Forscher: „Ein hoher Verzehr von raffiniertem Getreide war mit einem höheren Risiko für Mortalität und schwerwiegende kardiovaskuläre Erkrankungen verbunden. Global sollte ein geringerer Konsum von raffiniertem Getreide in Betracht gezogen werden“.

Umfrage zum Thema Herzinfarkt

Was ist raffiniertes Getreide?

Toastbrot, Pizzateig, Pasta, Hamburger-Brötchen oder Pfannkuchen: Bei Produkten aus raffiniertem Getreide wurden die nährstoff- und ballaststoffreichen Bestandteile des Korns entfernt. Weil neben den fehlenden Ballaststoffen auch wenige bis keine Vitamine und Mineralstoffe mehr enthalten sind, ist bei Produkten aus Weißmehl auch häufig die Rede von „leeren“ Kalorien. Meist wird für Brötchen, Toast und Co. Weißmehl verwendet, das aus raffiniertem Weizen hergestellt wird. Der Körper kann diese gut und schnell verdauen, jedoch belasten Weißmehlmahlzeiten dem Norddeutschen Rundfunk zufolge den Blutzucker-Haushalt, indem sie den Blutzucker schnell nach oben schnellen lassen. (jg) *Hna.de gehört zum deutschlandweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerk.

Mehr Quellen: https://www-genesis.destatis.de/genesis/online?sequenz=tabelleErgebnis&selectionname=23211-0002#abreadcrumb

Weiterlesen: Herz-Experte empfiehlt: So senken Sie Ihren Cholesterin-Spiegel einfach und effektiv.

So beugen Sie Arteriosklerose und damit einem Herzinfarkt am besten vor

Darum hält Nordic Walking durch das Herbstlaub Ihr Herz gesund.
Darum hält Nordic Walking durch das Herbstlaub Ihr Herz gesund. © Armin Weigel/dpa
Eine Angioplastie kann helfen, verschlossene Gefäße wieder zu erweitern, damit das Blut normal fließen kann. Foto: Franziska Gabbert
Eine Angioplastie kann helfen, verschlossene Gefäße wieder zu erweitern, damit das Blut normal fließen kann. Foto: Franziska Gabbert © Andrea Warnecke
Menschen mit Gefäßverkalkung dürfen zwei Eier in verarbeiteter Form pro Woche essen. Foto: Franziska Gabbert
Menschen mit Gefäßverkalkung dürfen zwei Eier in verarbeiteter Form pro Woche essen. Foto: Franziska Gabbert © Franziska Gabbert
Komplett auf Eier verzichten müssen Menschen mit Arteriosklerose nicht: Drei pro Woche sind in Ordnung. Foto: Franziska gabbert
Komplett auf Eier verzichten müssen Menschen mit Arteriosklerose nicht: Drei pro Woche sind in Ordnung. Foto: Franziska gabbert © Franziska Gabbert
Prof. Ernst Weigang ist Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie und Endovaskuläre Therapie am Evangelischen Krankenhaus Hubertus in Berlin. Foto: Martin Thomas/Paul Gerhardt Diakonie/dpa-tmn
Prof. Ernst Weigang ist Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie und Endovaskuläre Therapie am Evangelischen Krankenhaus Hubertus in Berlin. Foto: Martin Thomas/Paul Gerhardt Diakonie/dpa-tmn © Martin Thomas
Rita Rausch ist Ernährungsberaterin bei der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Foto: Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e.V./dpa-tmn
Rita Rausch ist Ernährungsberaterin bei der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Foto: Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e.V./dpa-tmn © VZ Rheinland-Pfalz

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