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Herzinfarkt kündigt sich an: Plötzliches, starkes Schwitzen ist Warnzeichen

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Von: Natalie Hull-Deichsel

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Deutliche Anzeichen für einen Herzinfarkt gibt es verschiedene. Plötzliches, starkes Schwitzen beschreiben besonders Männer, wie ein Beispiel zeigt.

An diesem Tag geht er wie gewohnt seiner Arbeit als Handwerker nach. Roland N.* ist 55 Jahre alt, steht mitten im Leben, wie er selbst sagt. Als er nach Hause kommt, möchte er seiner Frau noch mit Reparaturarbeiten im Haushalt zur Hand gehen. Alles scheint in Ordnung. Plötzlich überkommen ihn heftige Schweißausbrüche. „Es war fast so, als würde ich unter der Dusche stehen. Der Schweiß lief mir einfach so runter.“ Was der sportliche Münchener in dem Moment nicht ahnte: Die Schweißausbrüche sind Vorboten eines Herzinfarkts. Die nächsten Minuten werden entscheidend sein.

Herzinfarkt: Was passiert dabei im Körper?

Mann mit Schweißperlen im Gesicht.
Starkes Schwitzen mit kaltem Schweiß, insbesondere im Gesicht, können bei Männern Vorboten eines Herzinfarkts sein. (Symbolbild) © Frederick Bass/Imago

In Deutschland erleiden pro Jahr über 300.000 Menschen einen Herzinfarkt, jeder dritte davon endet tödlich – besonders Frauen sind von den schweren Folgen betroffen. Zwar steigt die Herzinfarkt-Rate bei Frauen unter 60 Jahren stetig an, doch sind nach wie vor Männer mit 60 Prozent noch häufiger betroffen.

Anzeichen für einen Herzinfarkt können sich schon Tage oder Wochen vorher zeigen. Kommt es zu einem sogenannten Myokardinfarkt, wie der medizinische Fachbegriff lautet, sterben aufgrund von Sauerstoffmangel Teile des Herzmuskels (Myokard) ab. Die Symptome eines Herzinfarkts unterscheiden sich bei Männern und Frauen.

Risikofaktoren für einen Herzinfarkt sind:

Belastender Stress ist dabei einer der größten Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Durch Stress steigt der Blutdruck an. Dauerstress kann zu Herzinfarkt, Herzschwäche, Herzrhythmusstörungen oder Herzversagen führen. Schlechte Ernährungsgewohnheiten können das Risiko ebenfalls erhöhen. Studien haben gezeigt, dass viel Trinken die Gefahr einer Herzschwäche senkt.

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Herzinfarkt: „Schwitzen von jetzt auf gleich“, berichtet Betroffener

Gestresst fühlte sich Roland N. eigentlich nicht, trotz seines Arbeitspensums. „Ich habe zu Hause immer noch viel gewerkelt, das hat vielleicht dazu beigetragen, dass ich Stress hatte“, so der Münchener. Glücklicherweise hatte die Frau des Handwerkers intuitiv richtig gehandelt und den Notarzt gerufen. „Meine Frau meinte zu mir, dass das nicht normal sei, dass ich so schwitzen würde. Und mir wäre wohl auch die Farbe sprichwörtlich aus dem Gesicht gelaufen, sagte sie. Ich wäre ganz grau gewesen.“ Glück im Unglück, denn ein paar Minuten länger und Roland N. hätte den Vorfall möglicherweise nicht überlebt, wie ihm seine Ärzte später in der Klinik sagten. Auch ein Schlaganfall kann im Übrigen klare Vorboten haben, schon Jahre vorher. *Name von der Redaktion geändert

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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