Das hilft gegen die Hitze: Tipps für Wetterfühlige

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Auch heute lässt uns das warme Waschküchenwetter noch einmal ordentlich schwitzen: Der Deutsche Wetterdienst warnt vor einer starken Wärmebelastung bei gefühlten Temperaturen von über 33 Grad. Es ist bereits der fünfte Warntag in Folge.

Doch schon morgen soll ein Temperatursturz auf 17 Grad kommen und der kann empfindlichen Menschen genauso zu schaffen machen.

• In jedem Fall sollte man in diesen Tagen auf die richtige Kleidung achten, empfiehlt der Kasseler Allgemeinmediziner und Obmann des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes, Michael Urban. Denn er sieht zurzeit viele Patienten, die unter einem Infekt der oberen Atemwege leiden. Manch einer ist einfach zu dünn angezogen, wenn es nach einem Gewitter plötzlich abkühlt. Ein anderer holt sich einen dicken Schnupfen, weil er beim Lüften Zug bekommen hat, und manchmal ist auch eine Klimaanlage daran schuld.

• Wer geschwitzt hat und Zug bekommt, reagiere häufig auch mit muskulären Verspannungen, sagt der Mediziner. Deshalb kämen derzeit viele Patienten mit Rückenbeschwerden in die Praxis.

• Vorbeugen kann man auch hier mit der richtigen Kleidung: am besten im so genannten Zwiebellook mit mehreren Schichten, und wenn es warm wird luftigen Baumwollsachen. Auch sollte man Durchzug meiden, empfiehlt Urban.

• Wer unter einer Atemwegserkrankung leidet, sollte bei anhaltenden Beschwerden in Verbindung mit Fieber und eventuell verfärbtem Auswurf (gelblich oder grünlich) den Arzt aufsuchen.

• Wenn aus medizinischen Gründen nichts dagegen spricht, sollte man in diesen Tagen auch besonders reichlich trinken. Geeignet sind Wasser, ungesüßte Tees und Saftschorlen. Fettreiches Essen hingegen sollte man besser meiden und lieber zu Salat, Gemüse und Vollkornprodukten greifen.

Wenn der Blutdruck sinkt

• Wem wegen eines sinkenden Blutdrucks der Kreislauf zu schaffen macht, der sollte ebenfalls am besten Fruchtsaftschorlen oder auch einmal eine salzhaltige Brühe trinken, wenn aus medizinischer Sicht nichts dagegen spricht, empfiehlt Urban: „Aber bitte nicht zu Alkohol greifen“, warnt er.

• Auch bei Bluthochdruckpatienten könne bei solchen Wetterkapriolen einmal der Blutdruck sinken. Doch sollten diese keinesfalls ohne Rücksprache mit ihrem behandelnden Arzt ihre blutdrucksenkenden Medikamente absetzen.

• Wetterfühlige Menschen, die jetzt mitunter unter Kopfschmerzen leiden, sollten ebenfalls ausreichend trinken, sagt Urban. Auch könne es helfen, den Kopf oder die Stirn zum Beispiel mit einem feuchten Waschlappen zu kühlen. Leichte Schmerzmittel sollte man nur mit Bedacht einnehmen.

• Und: Gerade, wenn es sehr warm ist, sollte man sportliche Bewegung und schwere körperliche Arbeit möglichst auf die frühen Morgen- oder die späten Abendstunden legen.

Von Martina Heise-Thonicke

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