1. Startseite
  2. Gesundheit

Hitze als tödliche Gesundheitsgefahr: So vermeiden Sie Risiken

Erstellt:

Von: Ares Abasi

Kommentare

Heiß, heißer, Deutschland. Gefühlt werden die Sommer immer extremer, für die Gesundheit ist das nicht unbedenklich. Doch mit Tipps wird die Hitze erträglicher.

Frankfurt – Die deutschen Sommer erreichen heutzutage tropische Temperaturen, die unschöne Nebeneffekte haben können. So kann die übermäßige Hitze die Gesundheit stark belasten. Vermehrt können Allergien oder seelische Belastungen entstehen, aber auch Infektions-Krankheiten, die bisher in Deutschland nicht vorgekommen sind.

Hier erfahren Sie weitere Folgen der exzessiven deutschen Hitze und was Sie dagegen tun können.

Extreme Hitze wirkt sich auf unsere Gesundheit aus und kann gewisse Krankheiten hervorrufen.
Extreme Hitze wirkt sich auf unsere Gesundheit aus und kann gewisse Krankheiten hervorrufen. © Gottfried Czepluch/Imago

Wie wirkt sich Hitze auf die Gesundheit aus?

Nach Angaben der World Health Organization (WHO) kann ein rascher Anstieg der Wärmezunahme des Körpers, aufgrund überdurchschnittlich heißer Bedingungen, die Fähigkeit des Körpers, die Temperatur zu regulieren, beeinträchtigen. Dies kann zu einer Reihe von Krankheiten führen, darunter Hitzekrämpfe, Hitzeerschöpfung, Hitzschlag und Hyperthermie (Überwärmung).

Laut dem Portal patienten-information.de, einem Service der Bundesärztekammer, kann sich der menschliche Körper an hohe Temperaturen zwar anpassen, doch funktioniert das bei langer und großer Hitze nicht mehr richtig. Dann sinkt der Blutdruck und man verliert Flüssigkeit und Salze. Das belastet besonders den Kreislauf.

Hitze schadet der Gesundheit: Diese Krankheiten drohen

Hitzebedingte Todesfälle und Krankenhausaufenthalte können extrem schnell eintreten, noch am selben Tag, oder sich verzögert auswirken und zu einem beschleunigten Tod führen. Bei bereits geschwächten Personen können auch neue Krankheiten entstehen, was insbesondere in den ersten Tagen von Hitzewellen beobachtet wird. Selbst geringe Abweichungen von den saisonalen Durchschnittstemperaturen führen zu einer Zunahme von Krankheit und Tod. Temperaturextreme können auch chronische Erkrankungen verschlimmern, darunter Herz-Kreislauf-, Atemwegs- und zerebrovaskuläre Erkrankungen (z.B. Schlaganfälle) sowie Diabeteserkrankungen.

Laut patienten-information.de können durch starkes Schwitzen auch Hautausschläge, Wasser-Einlagerungen (Ödeme) in Unterschenkeln und Knöcheln, Schwindelgefühl beim Stehen, kurze Bewusstlosigkeit oder schmerzhafte Muskelkrämpfe, etwa nach dem Sport, entstehen. Auch gibt es Hitze-Erschöpfungen, die sich in Schwäche, Unwohlsein, Kopfschmerzen, Schwindel oder niedrigem Blutdruck äußern. Bei einer Körpertemperatur über 40 Grad könne es bereits zu einem Hitzschlag, gestörtem Bewusstsein, Krämpfen, Erbrechen, Durchfall oder niedrigem Blutdruck kommen.

Hitze beeinträchtigt Luftqualität und schadet der Gesundheit

Außerdem kann Hitze unter anderem Atemwegs-Erkrankungen verschlimmern, den Schlaf beeinträchtigen und zu Nieren-Erkrankungen führen. Zudem ist die Gefahr von Thrombosen und Herzinfarkten erhöht. Laut Studien gehen Hitzewellen mit mehr Einweisungen ins Krankenhaus und einer höheren Sterblichkeit einher. So kostete die Hitzewelle, laut Daten des Robert Koch-Instituts (RKI), in den drei Sommern 2018 bis 2020 in Deutschland mehr als 19.000 Menschenleben.

Hitze hat auch wichtige indirekte Auswirkungen auf die Gesundheit, so die WHO. Hitzebedingungen können das menschliche Verhalten, die Übertragung von Krankheiten, die Luftqualität und wichtige soziale Infrastrukturen wie Energie, Verkehr und Wasser verändern. Das Ausmaß und die Art der gesundheitlichen Auswirkungen von Hitze hängen vom Zeitpunkt, der Intensität und der Dauer eines Temperaturereignisses, dem Grad der Akklimatisierung und der Anpassungsfähigkeit der örtlichen Bevölkerung, Infrastruktur und Institutionen an das vorherrschende Klima ab. Derzeit wird Europa von einer starken Hitzewelle heimgesucht.

Hitze schadet der Gesundheit: Viel Trinken ist ein Muss

Der genaue Schwellenwert, ab dem die Temperatur einen gefährlichen Zustand darstellt, variiert je nach Region, anderen Faktoren wie Luftfeuchtigkeit und Wind, dem Grad der Akklimatisierung der Menschen vor Ort und ihrer Vorbereitung auf Hitzebedingungen. Schon kleine Dinge können Ihnen helfen, mit hohen Temperaturen gut zurechtzukommen.

Versuchen Sie an heißen Tagen mehr zu trinken. Dies ist besonders wichtig für ältere Menschen, da diese oftmals weniger durstig sind oder das Trinken ganz vergessen. Die Getränke sollten zudem nicht zu kalt sein und können auch ein wenig Geschmack haben. Dann fällt das Trinken leichter. Gute Durstlöscher sind Mineralwasser, Saftschorlen oder Kräutertees. Vermeiden Sie alkoholische und koffeinhaltige Getränke. Diese belasten nur den Kreislauf. 

Tipps bei Hitze: Leichte Speisen und kühle Räume helfen der Gesundheit

An heißen Tagen sind Obst, Gemüse oder allgemein bekömmliche Kost empfehlenswert. Salzige Speisen wie Brühe und Salzstangen versorgen den Körper mit Mineralstoffen. Kühlen Sie Ihre Haut mit lauwarmen Duschen oder Fußbädern ab. Auch ein feuchtes Tuch auf Gesicht, Hals und Armen ist wirksam. Achten Sie auch darauf leichte und lange Kleidung, Sonnenbrille oder Kopfbedeckungen zu tragen, so können Sie einem Hitzschlag entgegenwirken. Leichte Nacht- und Bettwäsche machen warme Nächte ebenfalls erträglicher.

Versuchen Sie Ihre Räume kühl zu halten, indem Sie nur morgens oder abends lüften, damit es nicht zu heiß wird. Die Ozonwerte sind am frühen Morgen nämlich am niedrigsten. Jalousien oder Rollläden lassen Sie tagsüber am besten unten. Vermeiden Sie außerdem, sich in der prallen Sonne aufzuhalten und planen Sie körperliche Aktivitäten im Freien nur in den kühleren Morgen- oder Abendstunden. So atmen Sie weniger Ozon ein, so die WHO. (Ares Abasi)

Auch interessant

Kommentare