Informationsabend zu örtlichem Hospizdienst

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Ehrenamtlich engagieren sich seit geraumer Zeit ca. 20 Menschen in Gudensberg im Bereich Hospizdienst. Noch werden sie vorwiegend von den Bewohnern des Altenzentrums Eben-Ezer und deren Angehörigen angefordert.

„Unser Ziel ist es, für die Menschen im Chattengau da zu sein“ sagt Ursula Fülling, die einizige Hauptamtliche der aktiven Gruppe. Sie ist beim Sozialdienst der Gemeinde Gottes angestellt und mit einer halben Stelle für die Hospizarbeit da.

Es ist ein langer Weg, sich mit einer derart wichtigen Arbeit in der Öffentlichkeit bekannt zu machen, denn jeder verschließt gern die Augen vor dem Thema Sterben, Tod und Trauer. Aber das Sterben gehört zum Leben. Und für viele Menschen ist es schwer, den eigenen Angehörigen die nötige Zeit in der letzten Lebensphase entgegen zu bringen.

Hospitzhelfer entlasten die Familie

Da sind die Hospizhelfer wichtige Partner, die Entlastung bringen können. „Ich merke gerade selbst, wie wichtig diese Hilfe ist“ sagt Uta Stremplat, ehrenamtliche Mitarbeiterin des Teams und Mitglied des Seniorenbeirats der Stadt Gudensberg.

Sie hat selbst ein Familienmitglied auf dem letzten Lebensweg zu begleiten und freut sich, von den Kollegen der Helfergemeinschaft Unterstützung zu erfahren. „Wir arbeiten selbstverständlich Kofessionsübergreifend“ sagt Ursula Fülling. Es sind Angehörige aller Konfessionen im Team. Der Träger, Sozialdienst der Gemeinde Gottes, legt darauf großen Wert. „Die Betreuung ist für die zu betreuende Person und die Angehörigen kostenlos“ betont Frau Fülling.

Hilfe unter den Pflegern ist wichtig

Gerade vor kurzem wurde das Projekt von Lotto Hessen mit 5000 Euro unterstützt. „Damit können wir die Aus- und Fortbildung der Helfer finanzieren“ erklärt die Leiterin. Viel Wert wird auch darauf gelegt, die Helfer nicht mit ihren Problemen allein zu lassen. Ursula Fülling ist Mittelsfrau und Ansprechpartnerin in allen Lagen.

Es ist wichtig, dass viele Menschen mitarbeiten. Gerade in der letzten Lebensphase eines Sterbenden ist eine sehr intensive Betreuung nötig. Dann wechseln sich mehrere Helfer ab, damit es für keinen zu viel wird.

Selbstverständlich sind die ehrenamtlichen Hospizhelferinnen und Helfer immer nur Ergänzung zu der Betreuung, die von der Familie geleistet wird.

Informationsabend zu örtlicher Hospitzarbeit

Um über die wichtige Hospizarbeit vor Ort zu informieren, aber auch um für neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu werben, findet ein Informationsabend im Bürgersaal statt, zu dem neben dem Hospizdienst auch die Kirchengemeinden und die Stadt Gudensberg einladen.

Termin: Montag, 18. Oktober, 19:30 Uhr, Bürgersaal Gudensberg. Der Eintritt ist frei.

(nh)

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