Gesundheit

Passives Rauchen auch gefährlich für Hunde: Neue Studie warnt vor Krebs-Gefahr bei Haustieren

Passives Rauchen ist nicht nur für Menschen gefährlich. Studien zeigen, wie gefährlich passives Rauchen auch für Hunde sein kann. Die Vierbeiner können sogar Krebs bekommen.

  • Krebs durch Rauchen gilt als häufigste vermeidbare Todesursache des Menschen.
  • Passives Rauchen kann auch für Hunde problematisch werden.
  • Sie können Krebs bekommen.

Kassel - In Deutschland sind viele Menschen unfreiwillig Tabakrauch ausgesetzt. Durch Passivrauchen kommen rund 34 Prozent der nicht-rauchenden Männer und 22 Prozent der nicht-rauchenden Frauen mindestens einmal pro Woche mit Rauch in Berührung. Studien zeigen, dass passives Rauchen auch für Hunde schädlich sein kann - und sie davon Krebs bekommen können.

Dass Hunde an Lungenkrebs erkranken, ist schon seit Längerem bekannt. 1970 wurde an Labor-Hunden bestätigt, dass Rauchen Krebs verursacht. In der Studie wurde die Tiere dazu trainiert, exzessiv zu rauchen. Die Folge: 12 der 36 Hunde entwickelten Krebs.

Passives Rauchen ist auch für Hunde sehr gefährlich - Sie können Krebs bekommen

Stanley Coren, Psychologie-Professor und Hunde-Experte, erklärt, dass es auch zum Passivrauchen immer mehr Untersuchungen gibt. Eine Studie der Colorado State University untersuche 51 Hunde mit Lungenkrebs und 83 Hunde mit anderen Krebsarten. Das Ergebnis: Hunde mit Rauchern im Haushalt haben ein 60 Prozent höheres Risiko an Lungenkrebs zu erkranken.

Zudem scheint die Kopfform eines Hundes entscheidend zu sein. Hunderassen mit kurzen oder mittelgroßen Schnauzen wie Möpse und Labradore erkranken eher an Lungenkrebs. Deshalb sind langnasige Hunde aber nicht immun. Hunde mit langen Schnauzen, etwa Collies oder Windhunde, erkranken doppelt so häufig an Nasenkrebs, wenn sie mit Rauchern zusammenleben.

Krebs: Rauchen im Freien schützt Hunde nicht

Raucher schaden ihren Hunden auch, wenn sie nur draußen oder in einem anderen Raum rauchen. Giftstoffe würden sich unter anderem in Haaren und der Kleidung absetzen. Kuscheln Raucher danach mit ihren Haustieren, kommen sie mit den Giften in Berührung. Laut Wissenschaftlern gibt es bis zu 250 verschiedene Giftstoffe im Tabakrauch.

Insgesamt deuten diese Untersuchungen daraufhin, dass Rauchen bei Hunden Krebs verursachen kann. Dabei ist die Zahl der Raucher in Deutschland rückläufig, vor allem bei Jugendlichen. Trotzdem raucht immer noch eine beträchtliche Anzahl an Menschen. Das teilt die Krebsgesellschaft mit. Je nach Bundesland rauchen 27 bis 35 Prozent der Männer und 17 bis 24 Prozent der Frauen.

So erholt sich der Körper nach der letzten Zigarette
Nach 20 MinutenPuls und Blutdruck normalisieren sich
Nach 24 StundenHerzinfarkt-Risiko beginnt zu sinken
Ab 2 WochenKreislauf stabilisiert sich, Lungenfunktion erhöht sich
Nach 1 JahrRisiko einer Herzerkrankung reduziert sich auf die Hälfte

Dabei hat Dr. Coren einen einfachen Rat für Raucher, die die Gesundheit der Hunde schützen wollen: „Hört auf zu rauchen.“ (Karolin Schaefer)

Rubriklistenbild: © Jens Kalaene/dpa

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