Hygiene im Alltag: Lauern auf Geld Krankheitserreger?

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Geld ist schmutzig - allzu große Sorgen muss man sich trotzdem nicht machen. Hände waschen reicht meist völlig aus. Foto: Andreas Gebert

Geld geht täglich durch tausende Hände. Da liegt es nahe, auf den vielbenutzten Scheinen und Münzen viele Krankheitserreger zu vermuten. Doch die Annahme stimmt nur zum Teil - die meisten Bakterien sind harmlos.

Berlin (dpa/tmn) - Die Warnung kennen viele wahrscheinlich noch aus Kindertagen: "Auf Geld sitzen Krankheitserreger". Aber stimmt das eigentlich? Im Prinzip schon, sagt Prof. Petra Gastmeier, Direktorin des Instituts für Hygiene und Umweltmedizin an der Charité - Universitätsmedizin Berlin.

Verschiedene Studien aus vielen Ländern dazu haben ergeben, dass durchaus Bakterien und Pilze auf Geld zu finden sind. Allerdings sind das hierzulande vor allem Mikroorganismen, die die Haut ohnehin besiedeln, in der Regel aber keine Krankheiten verursachen, wie Gastmeier erläutert. Zum Beispiel in Indien seien aber auch multiresistente Erreger gefunden worden.

"Die Organismen finden sich mehr auf Scheinen als auf Münzen", sagt Gastmeier. Denn Münzen etwa aus einer Messing- oder Kupferlegierung seien leicht antibakteriell. Das ist bei dem Material auf Baumwollbasis, aus dem Scheine sind, anders. Als Konsequenz daraus gilt: "Wer viel mit Geld zu tun hatte, sollte sich die Hände waschen." Das gilt insbesondere vor dem Essen und vor der Zubereitung von Speisen.

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