Es gibt immer mehr Leberkrebskranke

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Achtsam sein: Gemeinsam mit Experten empfiehlt die Krankenkasse einen gesunden Lebenswandel zur Vorbeugung.

Die Menschen in Hessen erkranken immer häufiger an Leberkrebs. Die Zahl der Krankenhausbehandlungen verdoppelte sich von rund 500 im Jahr 2000 auf über 1000 Fälle im Jahr 2008. Darauf weist die DAK hin.

„Fast drei Viertel der Betroffenen sind Männer“, sagt DAK-Sprecher Claus Uebel, mit Blick auf die Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Gemeinsam mit Experten empfiehlt die Krankenkasse einen gesunden Lebenswandel zur Vorbeugung. „Es ist eine schleichende Gefahr, da die Leber nicht schmerzt und viele Menschen deshalb nicht wissen, dass ihre Leber erkrankt ist“, sagt Professor Dr. Peter Galle, Mitglied des Vorstands der Gastro-Liga.

Beim hepatozellulären Karzinom handelt es sich um eine bösartige Erkrankung, die von den Leberzellen ausgeht. Jährlich erkranken etwa 5000 Menschen neu an Leberkrebs, wobei 90 Prozent der Fälle mit einer Leberzirrhose verbunden sind. Wenn Funktionsstörungen frühzeitig erkannt würden, ließen sich schlimmere Erkrankungen wie Leberkrebs vermeiden oder zumindest besser therapieren.

Weniger Fett und Alkohol

„In westlichen Ländern ist Alkoholmissbrauch der führende Risikofaktor für einen Leberkrebs“, so Galle. Aber auch eine ungesunde Ernährung, Übergewicht und Diabetes mellitus sowie mangelnde Bewegung können Gründe für eine Erkrankung sein. Die Leber ist eines der wichtigsten Stoffwechselorgane unseres Körpers: sie speichert Nährstoffe, bildet Gallenflüssigkeit zur Verdauung und baut Giftstoffe ab. „Die Leber ist in ihrer Funktion einzigartig, deshalb sollte man auch auf eine gesunde Lebensführung achten“, rät Claus Uebel.

Angst vor Erkrankung

Wie eine aktuelle DAK-Umfrage ergab, fürchten sich 74 Prozent der Hessen vor einer Krebserkrankung. Immerhin achten 84 Prozent der Befragten auf eine gesunde Ernährung. Weitere 82 Prozent gaben an weniger Alkohol zu trinken. (may/nh)

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