Pfiffige Kampagne

Organspende: Dieser Film kann überzeugen

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Bereit für eine Organspende? Die beiden Darsteller kurz vor einem Absturz.

Berlin/Bern - Immer weniger Menschen sind bereit, ihre Organe zu spenden. Die Schweizer haben aber eine gewitzte Idee, um die Bürger aufzurütteln und zu ermutigen.

Immer weniger Deutsche sind bereit, als Organspender Leben zu retten. Im vergangenen Jahr haben 1046 Menschen darüber verfügt, dass nach ihrem Tod Niere, Leber oder Lunge zur Transplantation bereitsteht. Das sind laut der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) 154 Spender weniger als 2011 und seit 2002 der niedrigste Stand. Doch was kann man tun, um die Situation zu verbessern?

Kampagnenfilm aus der Schweiz

Eine gute Idee haben unsere Nachbarn aus der Schweiz. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) stellte am Montag seinen Kampagnenfilm "Die Entscheidung"  auf Youtubevor. Im Video befinden sich zwei Männer mittleren Alters in einer verzwickten Lage. Mit ihrem Auto stehen sie auf einer Klippe und drohen abzustürzen. Nach einer Diskussion über Organspenden sehen beide ein, dass es wichtig ist, eine Entscheidung zu treffen. Der dreiminütige Streifen soll die Eidgenossen für das Thema sensibilisieren, sagt das BAG.

In der Schweiz starben 2012 53 Menschen, weil sie nicht rechtzeitig ein Organ gespendet bekamen. In Deutschland sind es jährlich rund 3000, 12.000 Patienten warten laut DSO auf eine Transplantation. 

"Das Vertrauen ist erschüttert"

Ein Grund für den Rückgang der deutschen Spender 2012 ist schnell gefunden: Die Manipulationsvorfälle in den Transplantationszentren. „Ohne Zweifel sind die Vorfälle durch nichts zu entschuldigen. Mit großer Sorge sehen wir allerdings, dass im Zuge dessen auch das Vertrauen in die postmortale Organspende massiv erschüttert wurde und die nachlassende Spendenbereitschaft das eigentliche Grundproblem, den Organmangel, weiter verschärft“, betont der ehemalige Medizinische Vorstand der DSO, Prof. Dr. Günter Kirste.

Wichtig sei, laut der Organisation, sich festzulegen. Wurde im Testament nicht vermerkt, ob jemand Organspender sein möchte, müssten Verwandte diese Frage beantworten. Das kann eine zusätzliche Belastung für sie darstellen.

Alexander Kaindl

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