Das hilft Kindern gegen die Angst vor Spritzen

Berlin - Für Babys und Kinder ist eine Impfung oft mit großer Angst verbunden. Mit speziellen Methoden können Eltern ihre Kleinen beruhigen und ihnen die Sorge vor Schmerzen nehmen.

Verschiedene einfache Methoden helfen Kindern, die Angst vor einer Spritze zu verlieren. “Während des Spritzens hilft Ablenkung sehr gut, zum Beispiel indem Eltern das Kind an einer anderen Stelle als die Einstichstelle streicheln oder einen sanften Druck ausüben. Bei einem Baby sollten Eltern die Aufmerksamkeit des Kindes auf etwas anderes im Raum lenken, bei Kleinkindern helfen eventuell Bücher mit ausklappbaren Figuren, ein Lieblingsspielzeug, bei Schulkindern Geschichten, Videos, Bücher, Witze, Musik und Ähnliches“, empfehlt Monika Niehaus vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ).

Der lebensrettende Pieks: Diese Risikogruppen sollten sich gegen Grippe impfen lassen

Die Ständige Impfkommission des Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin gibt Empfehlungen ab, welche Menschen sich impfen lassen sollten. Gehören Sie auch zur Risikogruppe? (Stand: Juli 2013) © dpa
Das Immunsystem älterer Menschen reagiert zwar weniger stark auf die Impfung, dennoch empfehlen die Experten das Serum. Im Falle einer Erkrankung fallen die Symptome schwächer aus. Da für Menschen über 60 Jahre ein erhöhtes Risiko für schwere oder gar tödliche Komplikationen besteht, ist die Impfung dringend angebracht. © dpa
Wie bei älteren Menschen besteht auch bei Schwangeren ein erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe. Daher raten die Gesundheitsexperten auch werdenden Müttern ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel zur Impfung. Schwangere, die bereits an einer Grunderkrankung leiden, können sich nach Absprache mit dem Arzt auch schon früher pieksen lassen. © dpa
Erwachsene und Kinder, die an einer chronischen Erkrankung wie beispielsweise Asthma leiden, gehören ebenfalls zu den Risikogruppen. © fkn, Mundipharma
Auch Menschen mit chronischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinsuffizienz oder Bluthochdruck wird die Grippe-Impfung nahe gelegt. © dpa
Kinder dürfen frühestens ab einem Alter von sechs Monaten gegen die Grippe geimpft werden. © dpa
Wer an chronischen Stoffwechsel-Erkrankungen wie Zucker (Diabetes Mellitus), an chronischen Nierenerkrankungen, Blutarmut (Anämie), an angeborenen oder erworbenen Immunstörungen wie Abwehrschwäche nach Organtransplantationen, bei Chemotherapien oder HIV-Infektionen leidet, sollte sich die Grippe-Impfung nicht entgehen lassen. © dpa
Ebenso Menschen mit chronisch neurologischen Krankheiten wie beispielsweise Multipler Sklerose gehören zu den Risikogruppen. © dpa
Mitarbeiter in Krankenhäusern, Pflegeheimen oder Arztpraxen oder Angestellte in Einrichtungen mit erhöhtem Publikumsverkehr laufen Gefahr, durch ihre Arbeit sich selbst oder andere anzustecken - die Grippe-Impfung ist daher eigentlich Pflicht. © dpa
Die Bewohner von Pflege- und Altenheimen sind ebenfalls besonders gefährdet. © dpa
Urlauber ab 60 Jahren oder chronisch Kranke, die verreisen wollen, sollten sich spätestens zwei Wochen vor der Abreise pieksen lassen. © dpa
Menschen, die häufig mit Geflügel, auch mit Wildvögeln in Berührung kommen, zählen auch als Risikogruppe. © dpa
NICHT impfen lassen dürfen sich Menschen, die allergisch reagieren auf Hühnereiweiß. Der Impfstoff wird in Hühnereiern gezüchtet. Wer aktuell unter Fieber leidet, sollte mit der Imfpung warten, bis die Erkrankung abgeklungen ist. © 
Die meisten Krankenkassen in Deutschland übernehmen freiwillig die Kosten für die saisonale Grippeimpfung. Über-60-Jährige und chronisch Kranke müssen in der Regel nichts bezahlen. © dpa

Ein kleines Kind fühlt sich in der Regel am sichersten im Arm eines seiner Eltern. Dort sollte es auch geimpft werden. Vorschulkinder und ältere Kinder sollten sich hinsetzen statt hinlegen, da sie sich in dieser Position weniger ausgeliefert fühlen und weniger ängstlich reagieren. Babys können zusätzlich zur Beruhigung gestillt werden oder eine Zuckerlösung erhalten.

Für Babys und Kleinkinder hat sich ein Nachmittagstermin für eine Schutzimpfung bewährt, da sie danach leichter schlafen. Dies kann wiederum die Bildung von Antikörpern unterstützen. “Wenn ihr Kind schon reden kann, sollten Eltern ein paar Stunden vor dem Arzttermin altersgerecht erklären, dass es eine Spritze bekommt, um nicht krank zu werden. Eltern sollten dabei sachlich und ruhig bleiben, und auch nicht verheimlichen, dass es ein Druckgefühl oder einen kleinen Pikser geben kann. In Absprache mit dem Kinder- und Jugendarzt können sie auch eine betäubende Creme vor dem Impftermin auf die Einstichstellen reiben“, rät Niehaus.

dapd

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