Tag der Organspende

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Informationen zum Tag der Organspende

Elf Organe werden In Deutschland durchschnittlich pro Tag übertragen. Auf der Warteliste für ein Organ stehen derzeit rund 12 000 potenzielle Organempfänger. Drei von ihnen sterben jeden Tag. Doch die Bereitschaft zur Organspende ist rückläufig.

Mit einer großangelegten Informationsaktion wollen die CKiD, eine ökumenische Initiative des katholischen und des evangelischen Krankenhausverbandes, gemeinsam mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zur Vertrauensbildung beitragen.

Die erschütternden Vorkommnisse an verschiedenen deutschen Transplantationszentren haben teilweise zu großem Misstrauen in der Bevölkerung gegenüber der Organspende geführt. CKiD und BZgA wollen für das Thema sensibilisieren und durch neutrale, ergebnisoffene Information neues Vertrauen schaffen. So sollen Patienten und deren Angehörige bei ihrer selbständigen Entscheidung Unterstützung erhalten.

Keiner ist mit der Entscheidung allein

„Wir wollen unsere Patienten und deren Angehörige mit dieser schwerwiegenden Entscheidung nicht alleine lassen und sie vorurteilsfrei informieren “, erklärt Generalvikar Theo Paul, Vorsitzender des Katholischen Krankenhausverbandes Deutschlands. „Das kann durch eine medizinische, seelsorgerische und ethische Beratung erfolgen.“ Damit soll die eigen-verantwortliche Auseinandersetzung mit dem Thema angeregt werden.

Die Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung Prof. Dr. Elisabeth Pott, begrüßt die Initiative der CKiD und betont die Bedeutung großflächiger Information über das Thema: „Es ist wichtig, sich mit dem Thema Organspende auseinanderzusetzen, denn für jeden von uns kann nach einem Unfall oder durch eine Krankheit eine Spende lebensnotwenig werden. Bisher hat jedoch nur knapp jeder fünfte Deutsche einen Organspendeausweis ausgefüllt. Wer gut informiert ist, kann sich entscheiden - und anderen helfen. Dazu wollen wir mit dieser gemeinsamen Aktion beitragen.“

Die CKiD leitet die Überzeugung, dass man sich mit guten Gründen für oder gegen eine Organspende entscheiden kann. Diese Entscheidung sollte jeder und jede Einzelne nach Möglichkeit zu Lebzeiten für sich selbst treffen, um nicht, wenn es einmal dazu kommen sollte, die nächsten Angehörigen damit zu belasten. „Aus Glaubensgründen kann es deshalb zu einer Organspende kommen, um andere Leben zu retten. Aber auch zu der Entscheidung dagegen. Wir wollen, dass sich jeder für oder gegen eine Organspende aussprechen kann, ohne dass ihm oder ihr ein schlechtes Gewissen gemacht wird“, sagt Generalvikar Theo Paul. (CKiD und BZgA/nh)

Weitere Informationen gibt es unter
www.christliche–krankenhaeuser.de

und www.organspende-info.de

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