Informationen zur Pflegeversicherung

Wer gilt als pflegebedürftig und wo kann man in Kassel alles Wichtige nachlesen/erfragen? Dieser Artikel informiert rund um das Thema Pflegeversicherung.

Die soziale Pflegeversicherung (Sozialgesetzbuch XI) gewährt Leistungen für den Fall dauerhafter Pflegebedürftigkeit für Menschen, die mindestens einen "erheblichen" Hilfebedarf bei den gewöhnlichen und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen im Alltag haben.

Wer ist pflegebedürftig?

Pflegebedürftig ist, wer dauerhaft – wenigstens aber für sechs Monate – und täglich auf Hilfe bei der Körperpflege, der Nahrungsaufnahme, beim Aufstehen und Zubettgehen, beim An- und Auskleiden, beim Gehen und Stehen und bei der hauswirtschaftlichen Versorgung angewiesen ist.

Wie kommt man zu den Pflegeleistungen?

Auf Antrag bei der zuständigen Pflegekasse erfolgt durch den Medizinischen Dienst die Einstufung je nach Umfang des Hilfebedarfs in eine von drei Pflegestufen. Die Pflegestufe ist entscheidend für die Höhe der Leistung.

Die Pflegeversicherung möchte vor allem die häusliche Versorgung stärken und wird hierfür in unterschiedlichen Formen gewährt:

* als Geldleistungen für den erhöhten Aufwand innerhalb der Familie und für selbst beschaffte Hilfen oder

* als Sachleistung für die Finanzierung von Pflegediensten oder Tagespflege

Bei der dauerhaften Unterbringung in einer stationären Einrichtung beteiligt sich die Pflegeversicherung – wiederum je nach Pflegestufe - an den Kosten für die dort erbrachten Pflegeleistungen.

Die anfallenden Kosten für Unterkunft und Verpflegung sind von den Bewohnern ausschließlich selbst aufzubringen.

Ist das eigene Einkommen oder Vermögen nicht ausreichend für die Finanzierung der erforderlichen Pflege, besteht die Möglichkeit der ergänzenden Finanzierung durch den örtlichen Sozialhilfeträger.

Wer kann mich beraten?

Über die Leistungen der Pflegeversicherung im Einzelnen beraten die Kranken- und Pflegekassen, die Pflegedienste und natürlich die Beratungsstelle ÄLTER WERDEN der Stadt Kassel.

Broschüre holen

Auch wenn noch keine Einstufung in eine Pflegestufe erfolgt ist, kann es sinnvoll sein, sich durch Alltagshilfen die Lebensführung zu erleichtern.

Eine gesonderte Broschüre mit den Angeboten zur häuslichen Unterstützung ist bei der Beratungsstelle ÄLTER WERDEN erhältlich.

Kontakt Beratungsstelle ÄLTER WERDEN

Beratungsstelle ÄLTER WERDEN der Stadt Kassel

Obere Königsstraße 8 / Rathaus

34117 Kassel

Tel. 0561 787-5636

E-Mail: beratungsstelle-aelterwerden@stadt-kassel.de

(Seniorenbeirat/Stadt Kassel)

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