Inhalieren: Reines Wasser trocknet Schleimhäute aus

Bei tropfender Nase, Kopfschmerzen oder Husten entscheiden sich viele fürs alt bewährte Inhalieren. Bei einem Schnupfen kann es angenehm sein, den Kopf mit einem Handtuch bedeckt über eine Schüssel zu halten und den Wasserdampf zu inhalieren", sagt HNO-Arzt Eike Krause. "Aber es sollte nicht nur mit Wasser inhaliert werden, das trocknet die Schleimhäute aus."

Inhaliere man mit reinem Wasser, verändere das die Flora der Schleimhäute - und die Gefahr für weitere Infekte steige, sagt Krause. Daher sollte man zu isotonen Lösungen greifen, die den gleichen Salzgehalt haben, wie der Körper.

In den ersten ein bis zwei Tagen eines Infekts könne man auch gut Kamille ins heiße Wasser geben und inhalieren. Aber nach kurzer Zeit trockne auch die Kamille die Nase aus. Krause rät dazu, nach den ersten Tagen mit Kamille zu Salbeitee oder Sole zu greifen.

"Bei einer Nasennebenhöhlenentzündung ist der Inhalator aber geeigneter als der Topf mit heißem Wasser", sagt Krause. Denn bei dieser Erkrankung müsse der Patient häufig Medikamente wie beispielsweise Cortison einnehmen. "Und über den feinen Dampf aus dem Inhalator gelangen die Wirkstoffe besser und wirksamer in die tiefen Atemwege hinein und verteilen sich auch in den Nebenhöhlen." (dapd)

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