Weltweite Studie

Alkohol fordert jährlich 350.000 Krebstote 

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Der Genuss von Alkohol kann Krebs hervorrufen, warnen Wissenschaftler.

Mehr als 700.000 Menschen erkranken laut einer Studie weltweit pro Jahr aufgrund ihres Alkoholkonsums an Krebs, 365.000 sterben. 

Jedes Jahr stünden 365.000 Todesfälle von Patienten mit Leber-, Speiseröhren-, Darm-, Hals- oder Brustkrebs mit Alkohol im Verbindung, hieß es in einer am Mittwoch vorgestellten Untersuchung der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC). 

"Viele Menschen wissen nicht, dass Alkohol Krebs hervorrufen kann", sagte der Ko-Autor der Studie, Kevin Shield. Alkohol verursache fünf Prozent der jährlichen Neuerkrankungen an Krebs und 4,5 Prozent der Todesfälle, hieß es in dem Bericht, der sich auf Zahlen aus dem Jahr 2012 stützt.

Nordamerika, Australien und Europa besonders betroffen

Betroffen seien vor allem Patienten in wohlhabenden Regionen wie Nordamerika, Australien und Europa, wobei der Schwerpunkt hier auf den osteuropäischen Ländern liege. Eine wachsende Gefahr sehen die Wissenschaftler auch für aufstrebende Schwellenländer wie China und Indien, wo der Alkoholkonsum zunimmt.

Der Genuss von Alkohol erhöht der Untersuchung zufolge vor allem das Risiko für Brustkrebs. Diese Krebsart tritt bei mehr als einem Viertel der 704.000 jährlich neu diagnostizierten Krebsfälle im Zusammenhang mit Alkohol auf, gefolgt von Darmkrebs (23 Prozent).

Zwei Gläser Wein pro Tag erhöhen Brustkrebsrisiko

Shield hatte in einer früheren Studie herausgefunden, dass selbst eine verhältnismäßig geringe Alkoholdosis von weniger als zwei Gläsern Wein pro Tag das Risiko für Brustkrebs um fünf bis zehn Prozent erhöhen könnte. Eine bestimmte Grenze gebe es nicht, erklärte Shield. Die Gefahr an Brustkrebs zu erkranken, erhöhe sich linear zur konsumierten Alkoholmenge.

Frauen in den westlichen Industriestaaten holen bei den Trinkgewohnheiten auf: Beim Alkoholkonsum haben junge Frauen Männern, laut einer Studie, inzwischen eingeholt.

AFP

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