Darmkrebs:

Antworten, warum Vorsorge wichtig ist

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Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen verhindern Krankheiten.

In Deutschland gibt es jährlich 70 000 neue Darmkrebs-Patienten. Die meisten Darmkrebse entstehen aus gutartigen Darmpolypen. Deshalb sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen wichtig.

Die Darmspiegelung dient dazu, solche Polypen rechtzeitig zu entdecken und zu entfernen, damit Krebs gar nicht erst entsteht.

Für wen wird die Vorsorge-Darmspiegelung empfohlen?

Wer sich umfassend über das Thema Darmkrebs und Vorsorge informieren will, dem bietet das Online-Portal der Felix-Burda-Stiftung Vorbildliches: Infos, Aktionen, Projekte.

Die Stiftung wurde 2001 von Dr. Christa Maar und Verleger Prof. Dr. Hubert Burda gegründet und trägt den Namen ihres 2001 an Darmkrebs verstorbenen Sohnes.

www.felix-burda-stiftung.de

Die Vorsorge-Darmspiegelung wird grundsätzlich jedem ab dem vollendeten 55. Lebensjahr empfohlen und ist als Vorsorge auch Kassenleistung. Vorsorge heißt, dass die Untersuchung durchgeführt wird, obwohl keine Beschwerden bestehen. Wenn jemand erstgradige Verwandte, also Elternteile oder Geschwister mit Darmkrebs oder Darmpolypen hat, sollte er sich möglichst schon vor dem 56. Lebensjahres einer Darmspiegelung unterziehen, spätestens zehn Jahre vor dem Erkrankungsalter des betreffenden Verwandten. Generell gilt, je jünger der Verwandte erkrankt ist, desto eher sollte man sich selbst untersuchen lassen.

Muss ich vor einer Darmspiegelung Angst haben?

Mit den heute üblichen Untersuchungstechniken ist die Darmspiegelung eine schonende Maßnahme, vor der kein Patient Angst haben muss. Die Untersuchung wird heutzutage immer unter einer allgemeinen Betäubung durchgeführt. Ärzte, die Darmspiegelungen durchführen, benötigen eine spezielle Zulassung, die eine entsprechende Ausbildung und Untersuchungszahlen voraussetzt. Somit ist gewährleistet, dass der Patient immer einen kompetenten Untersucher vor sich hat.

Welche Risiken gibt es bei der Darmspiegelung?

Eine Darmspiegelung und die Polypenabtragung sind medizinische Verfahren, die wie alle anderen medizinischen Eingriffe auch Komplikationen nach sich ziehen können. Allerdings sind die Komplikationsraten sehr gering, sie liegen im Bereich von unter einem Prozent. Zum Vergleich: Blinddarm-Operationen haben eine Komplikationsrate von etwa sechs Prozent.

Ist die Vorbereitung auf eine Darmspiegelung aufwändig, wie läuft sie ab?

Aussagekraft und Sicherheit einer Darmspiegelung hängen wesentlich von einer guten Darmreinigung ab. Der Patient muss in der Regel am Spätnachmittag vor dem Untersuchungstag die Darmreinigung mit einer Trinklösung beginnen. Die heute verfügbaren Vorbereitungsmittel, die der Patient in der Praxis, einschließlich Anleitung, ausgehändigt bekommt, sind im Vergleich zu früheren Jahren deutlich komfortabler geworden.

Welche Vorteile bietet die Darmspiegelung gegenüber anderen Untersuchungsverfahren für den Darm?

Die Darmspiegelung ist die genaueste Methode, die Darmschleimhaut zu beurteilen und auch kleinste Veränderungen zu entdecken. Im Gegensatz zu Röntgenverfahren können bei der Darmspiegelung in den allermeisten Fällen Polypen sofort, noch in der gleichen Sitzung, entfernt werden. Und eine Darmreinigung ist auch für alle alternativen Verfahren der Darmuntersuchung notwendig.

Wie oft ist eine Darmspiegelung notwendig?

Wenn bei der ersten Darmspiegelung keine Polypen abgetragen werden müssen, ist – sofern keine familiäre Vorbelastung mit Darmkrebs oder Polypen besteht – die nächste Untersuchung in zehn Jahren notwendig.

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