Symptome ernst nehmen

Kalzium-Mangel: Bei welchen Beschwerden Sie einen Arzt aufsuchen sollten

Käsebrot steckt voller Kalzium.
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Käsebrot steckt voller Kalzium.

Wird der Körper nicht ausreichend mit Kalzium versorgt, drohen Beschwerden. Kribbeln in den Füßen bis hin zu Herzrhythmusstörungen können auf einen Mangel hindeuten.

Kalzium zählt zu den Mikronährstoffen*, die wichtig für gesunde Knochen und Zähne sind. Der Mineralstoff ist mengenmäßig der wichtigste im menschlichen Körper, wie die Deutsche Gesellschaft für Ernährung informiert. Fast 100 Prozent des Kalziums sei in Knochen und Zähnen enthalten und hält diese stabil. Außerdem stabilisiert der Nährstoff die Zellwände und ist an der Weiterleitung von Reizen im Nervensystem und in der Muskulatur beteiligt.

Wie das Gesundheitsportal MSD Manual informiert, kann ein zu niedriger Kalziumspiegel im Blut gefährliche Auswirkungen haben. Ein leicht gesenkter Wert habe zwar noch keine Beschwerden zur Folge, jedoch könne es bei einem langfristig zu niedrigem Kalziumspiegel zu einer Reihe von teils gefährlichen Beschwerden kommen.

Kalzium-Mangel: Diese Symptome sprechen für einen zu niedrigen Kalziumspiegel

  • trockene, schuppige Haut
  • brüchige Nägel
  • strohiges Haar
  • Kribbeln in den Lippen, der Zunge, den Fingern und Füßen
  • Muskelschmerzen
  • Muskelkrämpfe in Hals, Rücken und den Beinen
  • Krampfanfälle
  • Herzrhythmusstörungen 
  • neurologische oder psychische Störungen, z. B. Verwirrtheit, Gedächtnisverlust, Delirium, Depressionen und Halluzinationen (diese Symptome verschwinden, wenn der normale Kalziumspiegel wiederhergestellt wird, heißt es vonseiten MSD Manual)

Nahrungsergänzungsmittel schlucken? Was gegen Kalzium-Mangel hilft

Je nach Ursache eines Kalzium-Mangels wird dieser auch unterschiedlich behandelt. Ihr Arzt ist die erste Anlaufstelle bei Beschwerden. Dieser wird verschiedene Untersuchungen einleiten, um herauszufinden, was hinter den Beschwerden steckt. So kann ein Kalzium-Mangel etwa die Folge eines niedrigen Magnesiumspiegels, einer Erkrankung oder einer Nierenfunktionsstörung sein.

Wenn die Ursache geklärt wurde, kann eine Behandlung der Erkrankung, die zum Kalziummangel geführt hat oder eine Umstellung der Medikamente den Kalziumspiegel wiederherstellen, informiert das Fachportal MSD Manual. Im Fall von harmlosen Ursachen kann der Mangel in den meisten Fällen mit Kalziumergänzungsmitteln behoben werden. Auch die Einnahme von Vitamin-D-Präparaten kann hilfreich sein, weil sie die Aufnahme von Kalzium im Verdauungstrakt verbessern. Je nach Beschwerdegrad kann Kalzium auch intravenös verabreicht werden.

Kalzium in Form von Nahrungsergänzung sollte nur in Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt eingenommen werden. Eine Überdosierung kann dem Herz schaden, wie die Pharmazeutische Zeitung (PZ) informiert. So sei das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht, wenn die Kalzium-Gesamtzufuhr täglich über 1.400 mg liegt, heißt es vonseiten der PZ. (jg) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Mehr Quellen: https://www.dge.de/wissenschaft/

Weiterlesen: Brüchige Nägel bis eingerissene Mundwinkel: Diese zehn Anzeichen deuten auf Nährstoffmangel hin

Zehn blutdrucksenkende Lebensmittel

Kresse als gesundes Würzmittel - Wer Kräuter und Gewürze verwendet, kann Gerichte ganz ohne Kochsalz verfeinern. Auch Basilikum, Koriander, Curry, Ingwer, Thymian usw. gehören zu einer ausgewogenen Ernährung dazu. Besonders Kurkuma soll Cholesterin senken und so die Entwicklung von Herz-Kreislaufkrankheiten verhindern.
Kresse als gesundes Würzmittel: Wer Kräuter und Gewürze verwendet, kann Gerichte ganz ohne Kochsalz verfeinern. Auch Basilikum, Koriander, Curry, Ingwer, Thymian usw. gehören zu einer ausgewogenen Ernährung dazu. Besonders Kurkuma soll Cholesterin senken und so die Entwicklung von Herz-Kreislaufkrankheiten verhindern. © dpa/Patrick Pleul
Bananen enthalten viel Kalium und wenig Natrium und sind deshalb ein wahrer Herzstärker. Auch andere Obstsorten und auch Trockenobst zählen zu den kaliumreichen und natriumarmen Nahrungsmitteln und sind deshalb für eine herzgesunde Ernährung geeignet.
Bananen enthalten viel Kalium und wenig Natrium und sind deshalb ein wahrer Herzstärker. Auch andere Obstsorten wie Äpfel und auch Trockenobst zählen zu den kaliumreichen und natriumarmen Nahrungsmitteln und sind deshalb für eine herzgesunde Ernährung geeignet. © Frank Leonhardt/dpa
Es wird diskutiert, ob ein niedriger Vitamin-C-Spiegel im Blut Herzkrankheiten fördert. Zitrusfrüchte wie Zitronen, Orangen aber auch anderes Obst wie Papaya enthalten besonders viel Vitamin C. Dieses soll die Blutgefäße stärken, vor oxidativem Stress schützen und die Aufnahme von Cholesterin hemmen.
Es wird diskutiert, ob ein niedriger Vitamin-C-Spiegel im Blut Herzkrankheiten fördert. Zitrusfrüchte wie Zitronen, Orangen aber auch anderes Obst wie Papaya enthalten besonders viel Vitamin C. Dieses soll die Blutgefäße stärken, vor oxidativem Stress schützen und die Aufnahme von Cholesterin hemmen. © Susann Prautsch/dpa
Blattgemüse wie Spinat enthält Antioxidantien, Ballaststoffe und gesunde Fette und schützt so die Arterien. Brokkoli ist auch ein wahrer Gesundmacher mit Vitamin C, E, Kalium, Kalzium und Ballaststoffen - alles wichtig für ein gesundes Herz.
Blattgemüse wie Spinat enthält Antioxidantien, Ballaststoffe und gesunde Fette und schützt so die Arterien. Brokkoli ist auch ein wahrer Gesundmacher mit Vitamin C, E, Kalium, Kalzium und Ballaststoffen - alles wichtig für ein gesundes Herz. © Jens Kalaene/dpa
In dunkler Schokolade (mindestens 70 Prozent Kakao-Anteil sollten es sein) stecken Flavonoide und andere Verbindungen, die einen positiven Effekt auf den Cholesterinspiegel haben. Einen Haken gibt es: In Schokolade ist viel Zucker und ungesundes Fett enthalten, weshalb man sie nicht in rauen Mengen essen sollte. Rohkakao ist eine gesunde Alternative.
In dunkler Schokolade (mindestens 70 Prozent Kakao-Anteil sollten es sein) stecken Flavonoide und andere pflanzliche Verbindungen, die einen positiven Effekt auf den Cholesterinspiegel haben. Einen Haken gibt es: In Schokolade ist viel Zucker und ungesundes Fett enthalten, weshalb man sie nicht in rauen Mengen essen sollte. Rohkakao ist eine gesunde Alternative. © Oliver Berg/dpa
Omega-3-Fettsäuren sollen gutes Cholesterin erhöhen, Entzündungen im Körper hemmen und das Risiko für Herzerkrankungen senken. Vor allem in Seefisch wie Forelle, Makrele, Lachs und Sardine ist viel enthalten. Gute Omega-3-Lieferanten sind außerdem Samen wie Chia und Sesam.
Omega-3-Fettsäuren sollen gutes Cholesterin erhöhen, Entzündungen im Körper hemmen und das Risiko für Herzerkrankungen senken. Vor allem in Seefisch wie Forelle, Makrele, Lachs und Sardine ist viel enthalten. Gute Omega-3-Lieferanten sind außerdem Samen wie etwa Chia und Sesam. © Daniel Bockwoldt/dpa
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Wer häufig Ballaststoffe isst, reduziert das Risiko Herz-Kreislaufkrankheiten zu bekommen. Vor allem Hülsenfrüchte wie Linsen und Bohnen liefern viele Ballaststoffe, aber auch Vollkornprodukte, Getreide wie Amaranth und Dinkel, Obst und Gemüse. © Andreas Gebert/dpa
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