Kampf gegen Brustkrebs aufnehmen

Ein Spezialgebiet der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Klinikum Bad Hersfeld ist die Behandlung von Krebserkrankungen und das damit verbundene Brustzentrum, wo mehrere Abteilungen eng zusammenarbeiten.

„Um krebsverdächtige Befunde in der Brust abzuklären, ist heute kein operativer Eingriff mehr notwendig“, erklärt Dr. Kai Fischer. „Bei der Mammotome-Vakuumbiopsie genügt ein nur drei Millimeter langer Schnitt um schonend Gewebeproben zu entnehmen und eine Diagnose stellen zu können“, so der Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe weiter.

Das Team um Dr. Kai Fischer, der eine Zusatzqualifikation im Bereich Röntgendiagnostik der Brust besitzt, ist auf die Diagnostik und Behandlung von Brusterkrankungen spezialisiert. Die Experten arbeiten eng mit dem Mammografie-Screeningzentrum in Kassel zusammen. Darüber hinaus ist die Frauenklinik Kooperationspartner des Brustzentrums Mittelhessen (BZM). Es hat das Ziel, die Früherkennung und die Therapie von Brustkrebs in der Region zu verbessern.

„Eine Chemotherapie kann einen zunächst sehr ausgedehnten Tumor so weit verkleinern, dass er danach vollständig operativ entfernen werden kann“, sagt Dr. Fischer. „Beim Brustkrebs ist dies eine wichtige Voraussetzung für eine brusterhaltende Therapie“.

Diagnostik und Therapie

In einer wöchentlichen Tumorkonferenz wird die Behandlung einer Brustkrebserkrankung mit den Mitgliedern des Zentrums festgelegt. Dies bedeutet, dass der Sachverstand aller Spezialisten in die Behandlungsplanung einfließt und die Behandlungskonzepte einheitlich für alle Kliniken ständig auf dem höchsten Qualitätsniveau gehalten werden. Anschließend folgt die ausführliche Besprechung der Therapiepläne mit der Patientin.

Die wichtigsten Therapieformen (Hormontherapien, Chemotherapien und Bestrahlungen) werden als ergänzende Behandlung vor oder nach einer Operation eingesetzt. Muss bestrahlt werden, arbeitet die Frauenklinik mit dem Institut für Radioonkologie-Strahlentherapie des Klinikums Fulda unter Leitung von Prof. Dr. H. J. Feldmann zusammen. „Durch diese Außenstelle im Klinikum Bad Hersfeld ist die Behandlung für unsere Patienten noch effektiver geworden“, sind sich Prof. Dr. Feldmann und Dr. Fischer einig.

Durch die enge Vernetzung der verschiedenen Bereiche des Klinikums Bad Hersfeld kann eine optimale Versorgung gewährleistet werden. So stehen für die Diagnostik moderne bildgebende Verfahren für diagnostische und interventionelle Radiologie zur Verfügung: Hochauflösende Ultraschallgeräte, Mammographie und Kernspintomographie (MRT). Für die Suche nach befallenen Lymphknoten wird die nuklearmedizinische Sentineldiagnostik eingesetzt. Dazu sind Mamma-Sonografien mit speziellen, hochauflösenden Ultraschallköpfen möglich sowie die Vacuumbiopsie zur ambulanten Abklärung von Tumoren der Brust. (nh)

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