Trügerische Flecken

+
Lächeln ohne Flecken: Schmelzveränderungen auf den Zähnen können beim Zahnarzt leicht entfernt werden. 

Zu Beginn als unscheinbare weiße Flecken auf der Zahnoberfläche wahrnehmbar, verfärben sich sogenannte White Spots, auch bekannt als Initialkaries, mit der Zeit dunkel und führen unbehandelt häufig zum charakteristischen Loch.

Entdecken Zahnärzte derartige Schmelzveränderungen frühzeitig, lässt sich ein Fortschreiten zumeist durch effektive Mundhygiene und spezielle Vorsorgemaßnahmen aufhalten und sogar eine Rückbildung der unschönen Flecken erreichen. „Bei Karies im Anfangsstadium entfernen wir bakterielle Beläge zunächst im Rahmen einer professionellen Zahnreinigung. Bei Bedarf stärken wir den Zahnschmelz zusätzlich mit Fluorid“, erklärt Dr. Marcus Parschau, Zahnarzt und geprüfter Experte für Implantologie (DGOI).

Säureangriff auf den Schmelz

Gesunde und saubere Zähne besitzen glatte Oberflächen und glänzen ähnlich wie Porzellan. Durch unzureichende Pflege steigt jedoch das Risiko für vermehrte Plaqueablagerungen, die sich besonders an schwierig zu erreichenden Stellen wie den Zahnhälsen bilden. Die in der Folge entstehenden Säuren lösen wichtige Mineralien aus dem Zahnschmelz heraus und hinterlassen kreidig-weiße und stumpf erscheinende White Spots. „Innerhalb der anfänglichen Demineralisierungen lagern sich mit der Zeit zusätzlich Farbpigmente aus der Nahrung an und verfärben den aufgerauten Schmelz bräunlich. Diese Entwicklung bezeichnen wir dann als Brown Spots“, erläutert Dr. Parschau. Trotz der besonders im Frontzahnbereich als unästhetisch wahrgenommenen Veränderungen wird der Kariesvorbote in diesem Stadium häufig unterschätzt, da er noch keine Schmerzen verursacht.

Natürliche Remineralisierung

Neben gewissenhafter Reinigung im Alltag bieten regelmäßige Kontrollbesuche sowie professionelle Zahnreinigungen den effektivsten Schutz vor Karies. Denn nach der gründlichen Entfernung sämtlicher Beläge sorgen die im Speichel enthaltenen Mineralien für eine natürliche Stärkung des Schmelzes. Spezielle Fluoridprodukte wie Gels oder Tabletten unterstützen zusätzlich.

Erkennen Experten die weißen und braunen Flecken im Anfangsstadium, lässt sich beginnende Karies stoppen und unschöne Veränderungen verschwinden vollständig. Als neuartige Behandlungsmethode steht dafür die sogenannte Kariesinfiltration zur Verfügung. „Dabei tragen wir einen hochflüssigen Kunststoff auf die kariöse Stelle auf, der den betroffenen Bereich von innen versiegelt“, sagt Dr. Parschau und fügt abschließend hinzu: „So erhalten wir gesunde Zahnsubstanz ganz ohne Bohren.“ (nh)

Weitere Informationen unter www.dr-parschau.de

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

der Inhalt dieses Artikels entstand in Zusammenarbeit mit unserem Partner. Da eine faire Betreuung der Kommentare nicht sichergestellt werden kann, ist der Text nicht kommentierbar.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.