Kleine Tipps fürs Glücklichsein: Schon morgens etwas Schönes denken

Glück ist keine Kleinigkeit. Aber kleine Schritte können helfen, ihm näher zu kommen: Probleme nicht größer zu machen als sie sind, schon morgens an etwas Schönes denken und beim Einschlafen nicht über den vergangenen Tag grübeln. Manchmal hilft, auf einen Stuhl zu steigen.

Was Glück ist und wie es sich finden lässt - über diese Frage haben sich schon viele die Haare gerauft. Endgültig beantwortet ist sie nicht. Auf dem Weg dahin helfen eine Reihe kleiner Tricks, im Alltag das kleine Glück zu entdecken. Hilfreich kann dafür sein, sich das Positive bewusst zu machen - und den nötigen Abstand zu halten: Aus der Distanz betrachtet wirkten Probleme meistens gar nicht mehr so groß, sagte der systemische Therapeut und Glücksexperte Ernst Fritz-Schubert.

Um dem etwas nachzuhelfen, reiche es manchmal schon, auf einen Stuhl zu steigen, wenn einem alles zu viel wird: „Stellen Sie sich vor, in einem Ballon aufzusteigen und das Problem von oben anzuschauen. Und Sie werden feststellen, dass es eigentlich klein ist.“ Eine Alternative zur Stuhl-Perspektive ist eine Frage an sich selbst: „Welche Rolle spielt das Problem in einem Monat?“ Der zeitliche Abstand mache nämlich oft deutlich, dass allzu große Sorgen unbegründet sind.

Ein glücklicher Tag beginne schon morgens vor dem Spiegel: „Man muss sich vorstellen, welche schönen Dinge einen an dem Tag erwarten, statt nur an die Aufgaben zu denken“, rät Fritz-Schubert. Genauso sollten einen vor dem Einschlafen nicht die Probleme des vergangenen Tages beschäftigen. „Denn dann kommt man nur ins Grübeln.“ Besser sei die Frage: „Wofür kann ich heute dankbar sein?“ Das kleine Glück empfinde auch, wer Komplimente macht. Nach dem Prinzip des Helfersheils mache allein das Mitfreuen schon glücklich. „Außerdem werden freundliche Menschen auch selbst freundlich empfangen“, sagt Fritz-Schubert.

Auch Entscheidungsschwierigkeiten können Unbehagen auslösen. Wer sich zum Beispiel zwischen Ausbildung und Studium einfach nicht festlegen kann, solle beides zwei verschiedenen Gegenständen zuordnen und sie nebeneinander aufstellen, rät Fritz-Schubert. Wandert der Blick dann immer wieder zwischen Ausbildungstasse und Studiumsteller hin und her, bleibt er automatisch irgendwann an einem hängen - das Unterbewusstsein hat entschieden. „Auf diese Weise beziehen wir in die Entscheidung unsere Intuition ein. Die ist eine breite Basis unserer Erfahrung, zu der wir sonst oft gar keinen Zugang finden.“

Glückskiller, wie Anspannung oder Sorgen, sollte der Genervte auf einen Gegenstand übertragen, rät Fritz-Schubert. Wer sich vorstellt, sein Problem hafte etwa an einer Halskette, könne sie einfach ablegen und sich dadurch oft auch gedanklich leichter von dem Problem lösen. (dpa)

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