Das können Betroffene gegen chronischen Juckreiz tun

Chronischer Juckreiz im Alter

Jucken führt zu Jucken – daher ist es wichtig, aus dem Teufelskreis auszubrechen und nicht zu kratzen. 
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Jucken führt zu Jucken – daher ist es wichtig, aus dem Teufelskreis auszubrechen und nicht zu kratzen. 

Früher noch mit unkomplizierter Haut gesegnet, klagen mit den Jahren immer mehr Senioren über anhaltenden Juckreiz – etwa 50 Prozent der über 70-Jährigen sind davon betroffen. Der Grund: Im Lauf des natürlichen Alterungsprozesses kommt es zu charakteristischen Hautveränderungen.

So nimmt mit der Zeit der Lipidgehalt der Haut ab. Das Bindegewebe verliert nach und nach seine Wasserbindungsfähigkeit, die Spannkraft der Haut sinkt. Auch vermindert sich die Aktivität der Schweiß- und Talgdrüsen. Die Konsequenz: Feuchtigkeit und Fettstoffe fehlen. Hinzu kommt, dass ältere Menschen dazu neigen, zu wenig zu trinken. Reife Haut erscheint daher häufig trocken und rau, vor allem an Partien, die ohnehin wenig Talgdrüsen aufweisen. Dazu gehören die Hände, die Oberarme, Knie und Schienbeine, der Hals oder auch das Dekolleté.

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Parallel können bestimmte Medikamente, witterungsbedingte Einflüsse oder Erkrankungen wie Diabetes oder Nierenleiden das Altersjucken verstärken. In der Regel ist Juckreiz harmlos. Verläuft er allerdings chronisch, kann das stark belasten. Die durch das Kratzen malträtierten Hautstellen sehen nicht nur unschön aus, auch der erholsame Schlaf leidet unter dem quälenden Kribbeln und Brennen. Wenn die Haut spannt, gerötet ist, einreißt und schuppt, braucht sie eine Extraportion Pflege. In der kalten Jahreszeit und bei sehr trockener Haut eignen sich dafür fettende Cremes wie Optiderm mit Polidocanol, Urea und Glycerin. Wichtige Fette werden so ersetzt, das Spannungsgefühl lässt nach. Im Sommer benötigt die trockene Haut zudem feuchtigkeitsspendende Lotions.

Bei empfindlicher Haut ist es wichtig, auf die Inhaltsstoffe der Pflege zu achten. Geeignet sind Produkte, die frei von Kortison, Parfümen sowie Farbstoffen sind. Neben der Versorgung der Haut von außen sollte auch von innen Flüssigkeit zugeführt werden. Empfehlenswert sind etwa zwei Liter Wasser pro Tag.

Um Altersjuckreiz entgegenzuwirken, ist es zudem ratsam, starke Sonneneinstrahlung zu meiden. Übrigens: Ausgedehnte, heiße Wannenbäder stressen die Hautbarriere ebenso wie raue Kleidungsstücke und trockene Raumluft. Außerdem kann der Genuss von stark gewürztem Essen sowie Alkohol den Juckreiz fördern.  djd

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