Krankenkassen-Report

"Burn-out" ist kein Massenphänomen

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Burn-Out ist nicht so sehr verbreitet wie von vieln Menschen angenommen.

Berlin - Totale Erschöpfung durch übermäßigen Stress im Job ist entgegen dem weit verbreiteten Eindruck nach einer aktuellen Krankenkassen-Studie „kein Massenphänomen“.

Im vergangenen Jahr vermerkten Ärzte nur bei jedem 500. Mann und jeder 330. Frau einen „Burn-out“ auf der Krankschreibung. Das geht aus dem am Dienstag in Berlin veröffentlichten „DAK-Gesundheitsreport“ hervor.

Allerdings wurden 2012 mehr Arbeitnehmer als je zuvor wegen psychischer Leiden krankgeschrieben: Die daraus resultierenden Fehltage haben sich zwischen 1997 und 2012 mit plus 165 Prozent mehr als verdoppelt.

Belegt sei aber, dass psychische Störungen „seit Jahrzehnten“ in der Bevölkerung nahezu gleich verbreitet seien. Beschäftigte würden heute mit einem psychischen Leiden krankgeschrieben, früher dagegen mit Diagnosen wie chronische Rückenschmerzen oder Magenbeschwerden.

Erschöpfte Promis: Sie litten unter Burnout

Pop-Sängerin Mariah Carey ließ sich im Sommer 2001 in eine Klinik einweisen. Der Grund: Bodenlose Erschöpfung. © dpa
Bruce Darnell hat viele schöne Momente erlebt - hier ist er bei der Verleihung der "Goldenen Kamera" 2010 für die Casting-Show "Das Supertalent" zu sehen. Aber auch Darnell hat unter Erschöpfungszuständen gelitten. © dpa
Burnout-Syndrom
Ralf Rangnick leidet unter einem Erschöpfungssyndrom. © dpa
Die Schlagersängerin Michelle, Ex-Freundin von Matthias Reim, litt unter Burnout. © dpa
Die Professorin Miriam Meckel (rechts), hier mir ihrer Lebensgefährtin Anne Will, hat ein Buch über ihr Burnout-Leiden geschrieben. © dpa
Auch der Schweizer Pop-Star Patrick Nuo litt an der Erkrankung. "Ich fühlte mich ausgebrannt und kam an einen Punkt, an dem ich körperlich und geistig an meine Grenzen stieß", sagte er einmal über die Zeit. © dpa
TV-Coach Tim Mälzer konnte nach eigenen Angaben einen Burnout durch einen Coach noch verhindern. © dpa
Die Popband Rosenstolz sagte 2009 viele Termine ab, weil ihr Sänger und Komponist Peter Plate am Burnout-Syndrom erkrankt war. © dpa
Sebastian Deisler: Nach einem Klinikaufenthalt im Herbst 2003 hieß es über den Profi-Fußballer, er sei depressiv und ausgebrannt. 2007 beendete er seine Karriere. © dpa
Sven Hannawald hat das Ende seiner Skisprung-Karriere öffentlich mit einem Burnout-Syndrom begründet. © dpa

Das Bewusstsein und die Sensibilität von Ärzten und Patienten bei Psycho-Leiden hätten sich erheblich verändert, sagte DAK-Gesundheit-Chef Herbert Rebscher. Die „Burn-out“-Verbreitung werde überschätzt. Er warb für eine „ehrliche und sachliche Debatte“.

dpa

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